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Trauriger Rekord am Flughafen Frankfurt – MdB Rößner kritisiert ausufernde Verletzungen des Nachtflugverbots

Zur Mitteilung des hessischen Verkehrsministeriums zu verspäteten Landungen am Flughafen Frankfurt im Jahr 2018 erklärt die Mainzer Bundestagsabgeordnete und Initiatorin des Parlamentskreises Fluglärm Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):

„Man möchte meinen, Ryanair und Co. haben den Schuss immer noch nicht gehört. Offenbar prallt die Kritik wegen des unnötig verursachten Lärms an ihnen einfach ab. Im vergangenen Jahr, so die Zahlen des hessischen Verkehrsministeriums, gab es beinahe 1.100 Landungen nach 23 Uhr. Das ist ein neuer, vor allem ein sehr trauriger Rekord. Spitzenreiter mit einem Anteil von über 30 Prozent ist und bleibt der irische Billigflieger, dessen gesamtes Unternehmenskonzept mit einer Alles-egal-Mentalität betrieben wird.

Die Menschen aber sind es leid, immer wieder dieselben Ausflüchte zu hören: schlechtes Wetter, zu voller Luftraum. Davon sind alle Airlines betroffen. Und trotzdem schaffen es einige wenige immer wieder, für einen Großteil der Verletzungen des Nachtflugverbots verantwortlich zu sein. Da stimmt es bei der Koordinierung der Flugpläne vorne und hinten nicht.

Ich werde mich deshalb dafür einsetzen, dass die Gesetzesinitiative aus Hessen schnellstmöglich vom Bundestag in geltendes Recht umgewandelt wird. Damit nicht die Piloten der notorischen Zuspätkommer bei Verstößen belangt werden, sondern die Rechnung genau da ankommt, wo die Verantwortlichen sitzen: Bei den Fluggesellschaften selbst. Und dann darf und muss es auch wehtun.“

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