Statement: Moderatorengehälter bei ARD und ZDF

Anlässlich der Berichterstattung über die Gehälter von EM-Sportmoderatoren bei ARD und ZDF erklärt Tabea Rößner:

„Solange man die Verträge nicht kennt, ist es natürlich schwierig, über irgendwelche Summen zu spekulieren. Allerdings: Auch wenn es gerade im Sportbereich überdurchschnittlich hohe Summen marktüblich sein dürften, muss die Frage gestellt werden, wo beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk die Grenze liegt, um Verhältnismäßigkeit zu wahren – vor allem, weil das Geld dann an anderer Stelle fehlt. Hier sind die Gremien gefordert, genau dies zu diskutieren und im Sinne des öffentlich-rechtlichen Auftrags eine Linie vorzugeben.“

 

Teile diesen Inhalt:

  1. Patrick S

    Die ganzen Gehälter werden durch öffentliche Gelder bezahlt und deshalb müssten sie auch veröffentlicht werden. Das steht den Beitragszahlern zu.
    In meinen Augen führt die Intransparenz der ÖR zu einem selbst verschuldeten Akzeptanzverlust in der Bevölkerung und öffnet jeder Spekulation die Tür und Tor. Wenn Sky sagt wieviel ihre Sportechte kosten aber die ÖR nicht…eben weil die privaten Wettbewerber nichts davon erfahren dürften dann ist das doch völliger Quatsch. Es ist einfach eine Ausrede und viele Beitragszahler sehen das auch so.

    Anzunehmen das die Rundfunkräte da irgendwas bewegen werden ist doch Weltfremd. Das wird nicht passieren. Die Rundfunkräte sind eher noch ein Teil des Problems da sie ihrer Aufsichtspflicht nicht nachkommen. Deswegen sind solche spekulativen Zahlen auch immer glaubwürdig. Eben weil man es den ÖR zutraut sowas zu zahlen und weil es keine funktionierende Aufsicht gibt die sowas verhindert oder öffentlich macht.

    Der Gesetzgeber/Politik müsste per Staatsvertrag mehr Transparenz schaffen (wie bei den Intendantengehälter) Sonst passiert da nichts.

  2. Patrick S

    Mal ein Vorschlag… Beim nächsten Staatsvertrag beim SWR (in beiden Ländern sind die Grünen mit in der Regierung) wird mehr Transparenz per Gesetz festgeschrieben.
    Dazu kann man gleich für die Rundfunkräte so was wie Karenzzeiten für Regierungsmitglieder, ÖR Mitarbeiter oder für ehemalige Medienleute aus der Privatwirtschaft einführen. (das gleiche kann man für die LMK machen)
    Ebenso kann man festschreiben das für Intendantenwahlen/LMK Vorsitzende öffentliche Ausschreibungen und transparente Auswahlkriterien gelten muss. Ganz davon abgesehen das die Rundfunkräte generell transparenter arbeiten müssten.

    Der Gesetzgeber ist hier in der Pflicht! Also los! Sonst ändert sich NICHTS!

  3. Seifert

    Die Diskussion ist verfehlt.
    Durch das Duale Rundfunksystem gilt, ob man es nun begreift oder nicht, das Prinzip von Angebot und Nachfrage auch für die TV Welt und ihre Größen.
    Wer das nicht glaubt sollte sich die Mühe machen und die Gehälter von vor und nach Einführung selbigen machen.
    Es gab einen exorbitanten Anstieg der Gehälter mit der Einführung des dualen Systems, weil die Privaten zunächst gute Leute vom ÖR wegkaufen mussten/wollten. Daran wird sich niemehr etwas ändern, es sei denn man geht wieder zum ausschließlichen Staats-TV zurück. 🙂

    viele Grüße seifenchef

    • Patrick S

      Naja das mit dem Wettbewerb stimmt ja so ganz nicht. Die ÖR bekommen ihr Geld ja aus Beiträgen und müssen es nicht erwirtschaften. Deshalb können Sie auch „unwirtschaftlich“ handeln. Das sieht man an den Sportrechten. Normaler Wettbewerb ist das nicht. Ganz besonders gilt das nicht für Moderatorengehälter. Wo ist denn die Nachfrage groß nach Fußballexperten im Fernsehen? Bei demjenigen der die Fußballrechte hat sonst bei keinem. Da gibt es keinen großen Wettbewerb. Höchstens unter ARD und ZDF. Deshalb sind die hohen Gehälter auch nicht gerechtfertigt dort.

Artikel kommentieren