Bundesnetzagentur beschädigt den Wettbewerb in Deutschland

Zur Entscheidung der Bundesnetzagentur beim Thema Vectoring erklären Katharina Dröge, Sprecherin für Wettbewerbspolitik, und Tabea Rößner, Sprecherin für Medienpolitik:

Was die Bundesnetzagentur jetzt zum Breitbandausbau in Deutschland vorschlägt, ist eine herbe Enttäuschung. Sie ignoriert Empfehlungen von Experten und die Bedenken der Wettbewerber. Mit ihrem Entwurf wird der Wettbewerb am Telekommunikationsmarkt beschädigt. Einzig die Telekom profitiert, Verbraucher und andere Wettbewerber haben hingegen das Nachsehen.

Der Entwurf erlaubt der Telekom, etliche lukrative Gebiete exklusiv auszubauen. Gleichzeitig ist die Konkurrenz der Telekom aus diesen Gebieten ausgesperrt. Verbraucher werden damit in Zukunft weniger Auswahl haben. Außerdem müssen wir befürchten, dass so der Ausbau von Glasfaserinternet (FttH/FttB) weniger attraktiv wird. Damit müssen Kunden nun noch länger auf schnelles Internet warten.

All das ist leider die logische Folge der völlig falschen Politik der Bundesregierung. Sigmar Gabriel und Alexander Dobrindt müssen ihre Fehler endlich einsehen und dringend einen Kurswechsel vollziehen, damit Deutschland bei der Digitalisierung nicht noch weiter zurückfällt.

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