Der Router und die Technik dahinter – MdB Tabea Rößner zu Besuch bei Viprinet in Bingen

Fast jeder Haushalt verfügt mittlerweile über einen Router. Er steht meist im Wohn- oder Arbeitszimmer und blinkt so vor sich hin. Dieser kleine Kasten ist jedoch das Tor zur Welt. Durch ihn erhalten wir Nachrichten aus allen Ländern, können mit Freunden in Kontakt treten oder unsere Bankgeschäfte regeln –er ist schlicht die Voraussetzung dafür, dass wir ins Netz gehen können. Die Firma Viprinet in Bingen entwickelt und produziert ganz besondere Router  für Geschäftskunden. Das Startup-Unternehmen, das im Jahr 2005 gegründet wurde, hat heute circa 50  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Am vergangenen Freitag besuchte die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete und Sprecherin für Breitbandausbau, Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), das Unternehmen und sprach mit Simon Kissel, dem Gründer und CEO von  Viprinet Europe GmbH.

„Das Problem – überall auf der Welt das gleiche: Schlechtes, dafür aber teures Internet. Was kann man machen, um diesen Missstand zu beenden?“, fragte sich Kissel bevor er das Unternehmen gründete. Die Idee, die ihm im Anschluss kam, ist das Alleinstellungsmerkmal seiner Router, die er heute in die ganze Welt verkauft. Viprinet bündelt in seinen Routern unterschiedliche Übertragungsmedien wie xDSL, Kabel, Mobil oder Satellit und von verschiedenen Internetanbietern.  Der Viprinet-Router baut dabei über jede der angeschlossenen Leitungen eine Verbindung  zu einer zentralen Gegenstelle, dem Viprinet-Hub, auf. Diese Verbindungen werden zu einer Gesamtverbindung gebündelt, über die dann die eigentliche Datenübertragung erfolgt. Nur durch diese aufwändige Technik lassen sich die Bandbreiten der einzelnen Medien wirklich aggregieren. Neben der erhöhten Bandbreite profitieren die Nutzer aber auch von einer hohen Zuverlässigkeit. Bei einer Anwendung der Viprinet-Technologie im Zug beispielsweise, führt eine schlechte oder fehlende Netzabdeckung bei einem der gebündelten Mobilfunknetze nicht mehr zu Ausfällen der Internetverbindung und die Leitung ist auch im krisenanfälligen Bereich zuverlässig. Bis die Produkte wirklich marktreif waren, verging jedoch noch einige Zeit. Heute wächst das Unternehmen stetig und Viprinet ist in der Branche eine international bekannte Größe.

Das Unternehmen hat bereits Hochgeschwindigkeitszüge in Italien mit ihren Routern ausgestattet. „Die Bahn AG könnte sich Wissen und Erfahrung eines solchen Unternehmens zunutze machen.  Eine solche stabile Verbindung ist vor allem in Zügen wichtig, wo die Zellen zum Teil im Sekundentakt gewechselt werden und zudem eine immer größere Personenanzahl das WLAN nutzt.“, erklärt Tabea Rößner. „Wir haben uns über den Standortbesuch von Frau MdB Rössner sehr gefreut“, ergänzt Kissel. „Unsere Viprinet-Lösung ist seit langem am Markt etabliert und wird von europäischen Bahnbetreibern erfolgreich eingesetzt. Mit unserer Viprinet-Lösung lassen sich sogar in Hochgeschwindigkeitszügen bei 300km/h noch stabil Videokonferenzen durchführen.“, fügte er hinzu.

Nach einem Rundgang durch die Geschäftsräume und die Produktion von Viprinet, sprachen Rößner und Kissel über die aktuellen Herausforderungen beim Breitbandausbau. Ebenfalls diskutierten beide, aufgrund der aktuellen Entwicklungen, über das eingeleitete Ermittlungsverfahren gegen Netzpolitik.org. Viprinet gehört zu den Unterstützern des Nachrichtenportals. „Es hat mich schon sehr beeindruckt, wieviel Innovationskraft in Viprinet steckt. Dieses Unternehmen zeigt, dass kleine und mittelständische Unternehmen über viel Know-How und Kompetenz verfügen.“, erklärt Rößner abschließend.

Bildquelle: Frauke Bönsch 

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