"Wall Street Junkie" via flickr.com/c_pichler, Lizensiert unter CC BY-SA 2.0

MdB Tabea Rößner fordert stärkere Sensibilisierung der ARD-Redaktionen

"Wall Street Junkie" via flickr.com/c_pichler, Lizensiert unter CC BY-SA 2.0Die ARD-Themenwoche Toleranz sorgt für reichlich Gesprächsstoff. Die medienpolitische Sprecherin ihrer Bundestagsfraktion, Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), erklärt hierzu:

„Die Themenwoche Toleranz offenbart deutliche Defizite der ARD-Verantwortlichen im Umgang mit der Thematik. Die vermeintlich provokanten Plakate werfen Fragen auf, die die Gesellschaft schon längst beantwortet hat. Die ist nämlich viel weiter, als die Kampagne vermuten lässt.

Die ARD-Plakate sind unglücklich: Die Situation um Flüchtlinge ist auf einem Plakat überschrieben mit der Frage „Belastung oder Bereicherung?“ Kinder sind „Nervensäge oder Zukunft?“ und Menschen mit Behinderung „Außenseiter oder Freund?“ Ein knutschendes männliches Paar ist ebenfalls abgebildet, darüber steht: „Normal oder nicht normal?“ Der Hessische Rundfunk toppt das Ganze noch, indem er in einem Online-Teasertext die ebenso vermeintlich provokante Frage aufwirft, ob einem knutschenden schwulen Paar in der U-Bahn klar sei, wie viel Toleranz sie Mitreisenden abverlange.

Gut gemeint ist oftmals das Gegenteil von gut gemacht. Das Marketing der ARD geht am Thema vorbei, denn was wir vor allem brauchen, ist Akzeptanz, anstatt lediglich zu tolerieren.

Ich werde mich dafür einsetzen, dass das Thema in den Gremien der ARD zur Sprache kommt. Die Kampagne zeigt jedenfalls, dass die Themenwoche vielleicht zuerst in den Redaktionen der ARD ansetzen muss.“

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