Das Fell des Bären nicht verteilen, bevor er erlegt ist

Zur Entscheidung der Ministerpräsidentinnen und -präsidenten, den Rundfunkbeitrag um 48 Cent auf 17,50 Euro zu senken, erklärt Tabea Rößner:

Die Entscheidung, die Beitragszahlerinnen und -zahler zu entlasten, ist zunächst einmal richtig. Ansonsten gilt: Man soll das Fell des Bären nicht verteilen, bevor er erlegt ist. Bislang weiß niemand genau, wie der Saldo aus höheren Einnahmen und Kosten am Ende tatsächlich aussehen wird.

Im Herbst wird der Evaluationsbericht zum Rundfunkbeitrag veröffentlicht. Dann müssen alle Vorschläge zur Verwendung, wie die Finanzierung von Werbefreiheit, Barrierefreiheit, eines Jugendkanals oder dem Erwerb von Online-Rechten auf den Tisch und zusammen diskutiert werden. Eine Entscheidung über die Verwendung der Mehreinnahmen kann erst dann abschließend fallen.

 

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