Ein Jahr Mainz

austauschprogrammMan muss wohl nicht lange in Mainz leben, um zu verstehen, dass es einen kulturellen Konflikt mit der „Ebsch-Seit“ gibt. Jedenfalls wussten fünf US-Amerikaner, die seit Oktober hier leben, sofort etwas mit dem Begriff anzufangen, als ihnen ein Mitarbeiter von Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) erzählte, dass er nach Dienstschluss über den Rhein müsse. Die Mainzer Bundestagsabgeordnete hat die Patenschaft für fünf Stipendiaten des 30. Parlamentarischen Patenschaftsprogramms übernommen und ist während des Aufenthaltes ihre Ansprechperson.

Zum Kennenlernen lud Rößner ihre Stipendiaten diese Woche in ihr Wahlkreisbüro ein. Bei Kaffee und Kuchen erzählten die US-Amerikaner von ihren ersten Erfahrungen in Deutschland. Die fünf Studierenden kommen aus den Regionen rund um Chicago, New York und Florida. Hier in Mainz besuchen sie die Uni und leben im Studentenwohnheim. Ein mehrmonatiges Praktikum ist Bestandteil des Patenschaftsprogramms, weshalb sie  Praktikumsplätze in Unternehmen suchen. Die Mainzer Bundestagsabgeordnete bot ihnen dabei ihre Hilfe an.

Die Zeit  in Mainz ist aber auch damit verbunden, die Stadt, ihre Menschen und ihre Kultur kennenzulernen. Besonders gespannt sind die Stipendiaten daher auch schon auf die Fastnacht. Vor der Reise haben sie einiges über die närrische Zeit gelesen. Um die Geschichte der Stadt näherzubringen, machte die Abgeordnete eine spontane Stadtführung. Von der Synagoge in der Neustadt über das kurfürstliche Schloss und den Landtag ging es am Geburtshaus von Johannes Gutenberg vorbei. Abschließend besuchten Patin und Stipendiaten den Mainzer Weihnachtsmarkt und genossen Glühwein und Punsch.

Das Parlamentarische-Patenschaftsprogramm ist ein gemeinsam vom Deutschen Bundestag und dem US-Kongress getragenes Austauschprogramm, das deutschen und amerikanischen Studierenden einen einjährigen Aufenthalt im jeweils anderen Land ermöglicht. 71 Teilnehmer aus den USA sind zur Zeit in Deutschland. Bundestagsabgeordnete übernehmen die Betreuung während dieses Jahres und stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. Eine Reise nach Berlin ist im Frühling geplant, wo auch der Besuch des Bundestags geplant ist.  Teilnehmen können Schüler, Studenten und junge Berufstätige im Alter zwischen 15 und 24 Jahren.

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