Insolvenz der dapd kommt überraschend

Der Insolvenzantrag der Nachrichtenagentur kommt für mich aus völlig heiterem Himmel. Nach der Fusion von ddp und AP 2010 hatte sich dapd sehr aggresiv daran gemacht, den Nachrichtenmarkt aufzumischen. Offenbar waren sie dabei weniger erfolgreich, als erhofft.

Ich erhoffe mir durch das Insolvenzverfahren, dass die Kernkompetenz von dapd, nämlich Nachrichten zu produzieren, erhalten bleibt. Für den deutschen Medienmarkt ist Vielfalt wichtig und notwendig. Schon jetzt ist es kritisch, dass viele Nachrichten in Print und Online allein auf Agenturmeldungen basieren. Es wäre gut, wenn wenigstens bei den Agenturen weiterhin eine Meinungsvielfalt herrschte.

Meine Sorge gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiternn der dapd. Die Agentur hatte sich in den vergangenen Monaten verstärkt um gute Leute bemüht. Diesen droht jetzt die Arbeitslosigkeit. Angesichts der angespannten Arbeitsmarktlage für Journalisten droht hier ein großer Arbeitgeber auszufallen. Das wäre eine Katastrophe.

Teile diesen Inhalt:

Artikel kommentieren