Die Zukunft der Öffentlich-Rechtlichen

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk müsste im Internet mehr Spielraum haben: Er hat die Aufgabe zu informieren und zu bilden. Da die Menschen dies immer mehr im Netz machen, muss er hier auch entsprechend präsent sein. Ich wünsche mir deshalb eine Art „digitales Schlaraffenland“ beim Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk: Alle ausgestrahlten Sendungen sollten als Online-Archiv bereit stehen,  ältere Sendungen digitalisiert und bereitgestellt werden. Die Ressource Information würde als Allgemeingut bereit gestellt werden. Der wertvolle Schatz an Informationen, der in den Archiven der öffentlich-rechtlichen Anstalten schlummert, könnte gehoben werden. Ich halte es für fatal, dass ich bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten zum Beispiel nicht mehr alle Sendungen und Filme einer Themenwoche finden kann.
Natürlich weiß ich, dass die Gründe dafür nicht bei den Öffentlich-Rechtlichen Anstalten liegen, sondern durch die Entscheidung der EU-Kommission und den 3-Stufen-Test vorgegeben sind. Für die Zuschauerinnen und Zuschauer aber ist das schwer nachvollziehbar. Zu Beginn des kommenden Jahres wird die Gebühr durch einen Beitrag pro Haushalt ersetzt. Dann sind die heutigen Beschränkungen noch absurder, weil dann ja gerade nicht mehr für das Gerät bezahlt wird, sondern für das Programmangebot. Damit ARD und ZDF auch in Zukunft ihrem Auftrag gerecht werden können, müsste sich hier etwas ändern.

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