Aus für Kohlekraftwerk auf der Ingelheimer Aue

Fünf Jahre verfolgte die kommunale Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG den Bau eines Kohlekraftwerks mit 823 MW Leistung. Der Bau hatte im Frühjahr 2009 bereits begonnen. In Folge politischen, publizistischen und wirtschaftlichen Drucks musste die KMW im September 2009 das Projekt auf Eis legen. Im September 2012 wurde das Projekt  mit der Rückgabe der Genehmigung endgültig beerdigt.

Ohne den Druck und die Aktivität der Koma, der Bürgerinitiative Kohlefreies Mainz, und der Mainzer Grünen würde das Kraftwerk heute vermutlich stehen. Angesichts des veränderten wirtschaftlichen Umfelds würde das die wirtschaftliche Existenz des Unternehmens gefährden. Der Vorstand kann dankbar sein, dass engagierte Bürgerinnen und Bürger seine Pläne unterlaufen haben.

Letztlich führten wirtschaftliche Aspekte zu diesem Beschluss. Im Zeitalter der Energiewende rechnen sich Kohlekraftwerke nicht mehr. Als Brückentechnologie sind allenfalls Gaskraftwerke geeignet, da sich diese flexibel regeln lassen. Die KMW AG folgt nun endlich unserer Argumentation und erkennt, dass der Bau des Klimakillers das Unternehmen auch wirtschaftlich gefährdet hätte. Letztlich ist die Entscheidung gegen das Kohlekraftwerk keine ideologische, sondern eine sachliche gewesen.

Als Mitglied der Koma und seit 2010 als Aufsichtsratsmitglied der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG habe ich mich aktiv gegen das Kohlekraftwerk eingesetzt. Auf der Website finden Sie unter dem Suchbegriff „Kohlekraftwerk“ Berichte über meine vielen Aktivitäten zu diesem Thema

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