Sicherheit muss an erster Stellen stehen

Gestern hat die Reaktor-Sicherheitskommission einen Bericht vorgestellt, der Sicherheitsmängel bei dem Forschungsreaktor Triga Mark II der Universität Mainz offenlegt. Die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete aus Mainz Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) erklärt dazu:

Die Sicherheit muss an erster Stelle stehen. Der Reaktor steht mitten in der Großstadt Mainz, Kompromisse können hier fatale Auswirkungen haben. Mit dem stark zunehmenden Flugverkehr über Mainz ist die mangelnde Absicherung gegen Flugzeugabstürze fahrlässig. Insbesondere durch die noch weitere Zunahme der Flugbewegungen steigt auch das Risiko von Unfällen.

Die Betreiber geben an, dass die Angst vor einem Atomunfall unbegründet sei, da die Kettenreaktion bei Überhitzung selbst zusammenbreche. Wir brauchen jedoch parallel unabhängige Informationen und Aufklärung. Deshalb begrüße ich die Ankündigung des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums, eine unabhängige Sicherheitsprüfung durch einen externen Gutachter in Auftrag zu geben. Der Reaktor ist seit 1965 in Betrieb. Die Sicherheitsanforderungen müssen jedoch 2012 entsprechen, nicht denen vor 47 Jahren.

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