Lärmschutz ist kein Luxus, sondern Grundrecht

Am 25. April 2012 macht die Deutsche Gesellschaft für Akustik gemeinsam mit zahlreichen Gruppierungen und Personen des öffentlichen Lebens bundesweit auf das lokale Umweltproblem Nummer 1 aufmerksam – auf den Lärm. Das Motto des 15. Tages gegen Lärm ist „Emission: Impossible!“ Die Geräuschumwelt von Kindern sowie Jugendlichen und der Fluglärm stehen in diesem Jahr fachlich im Mittelpunkt.

Die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner aus Mainz (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) unterstützt den von den Bürgerinitiativen aus der Region initiierten Wettbewerb für Kinder und Jugendliche und erklärt dazu:

„Lärm wirkt lokal. Lärm kann aber nur mit bundesweiten Regelungen abnehmen. Die stärksten Lärmverursacher – Kraftfahrzeuge, Züge und Flugzeuge   brauchen endlich einen bundesgesetzlichen Rahmen, der die Bürgerrechte in den Mittelpunkt stellt. Der bundesweite Tag gegen Lärm macht deutlich, dass die einzelnen Regionen nicht gegen einander ausgespielt werden dürfen. Das Nachtflugverbot auf bestimmten Flughäfen darf nicht dazu führen, dass die Anwohnerinnen und Anwohner von anderen Flughäfen darunter leiden. Wir brauchen also eine bundesweite Regelung für ein Nachtflugverbot. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse müssen endlich von der Bundesregierung wahrgenommen werden und sich im Regierungshandeln widerspiegeln. Die Veranstalter führen an, dass laut Weltgesundheitsorganisation Lärm in den westeuropäischen Staaten zum Verlust von mehr als einer Million gesunden Lebensjahren führt. Lärmschutz ist also kein Luxus, sondern Grundrecht.

Vielleicht wird der nächste Tag gegen Lärm europaweit ausgerufen. Sinnvoll wäre es, da entscheidende Gesetze zum Beispiel über Grenzwerte bei Zügen auf europäischer Ebene   beschlossen werden. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzt sich über alle Ebenen stringent für einen stärkeren Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor Lärm ein. Nur ein ganzheitlicher Ansatz für eine umweltfreundliche Mobilität wird nachhaltig Verbesserungen bringen. Sonst werden kleine Erfolge, wie die Anhebung der Flughöhen bei Starts und Landungen, durch steigenden Verkehr aufgefressen.“

Rößner ruft noch einmal zur Teilnahme am Wettbewerb „Emission Impossible“ auf. Aktiv werden können Kinder- und Jugendgruppen sowie Schulklassen aus der Region. Die Initiatoren, Bürgerinitiativen, Politikerinnen und Politiker der Region, suchen kreative Aktionen oder theoretische Arbeiten und vergeben natürlich Preise an die besten Projekte. Ob aus Sicht der Naturwissenschaft, Technik, Psychologie oder Kunst, das Thema kennt keine Schublade. Die Abgabefrist ist verlängert. Infos dazu gib es hier oder unter www.lebenswertesmainz.de.

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