Umstrukturierung der Bundeswehr bietet große Chancen

Die Umstrukturierung der Bundeswehr und die Zukunft der Standorte sorgen immer wieder für Diskussionen. Die Bundeswehr muss erst innerhalb der nächsten drei Jahre ein Konzept für die Mainzer Standorte vorlegen. Dazu erklären die Stadträtin und Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner und der Stadtrat Matthias Rösch, Mitglied des Bauausschusses, (GRÜNE):

Die Konversion der Bundeswehrstandorte ist eine einmalige Chance für Mainz. Die frei werdenden Flächen sind ein enormes Potenzial für die Stadtentwicklung. Freie innerstädtische Flächen sind knapp, aber stark nachgefragt. Dementsprechend hoch ist der Nutzungsdruck. Daher sollte die Bundeswehr nicht erst drei Jahre mit einem Konzept für die Weiterentwicklung der Mainzer Bundeswehrstandorte warten. Bestenfalls sollte dieses Konzept gemeinsam mit der Stadt in einer Arbeitsgruppe schnellstmöglich diskutiert werden.

Die Stadt könnte sich so aktiv einschalten und diesen Gestaltungsspielraum nutzen. Gerade die Generalfeldzeugmeister-Kaserne ist ein Filetstück in Mainz. Die Bauarbeiten auf dem bereits entäußerten Teilstück entlang der Straße An der Goldgrube haben bereits begonnen. Da wäre es hilfreich, wenn die Planungen auch für den Rest des Geländes losgehen könnten. Wir wollen vor allem auch eine breite Beteiligungen und Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern aufnehmen.

Mainz braucht hochwertige und innenstadtnahe Flächen für eine vielfältige und nachhaltige Stadtentwicklung. Genau das bietet die GFZ-Kaserne in besonderem Maße. Hier kann ein Stadtquartier mit ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Vorbildfunktion entstehen; ein lebendiges, gemischtes Wohngebiet mit idealer öffentlicher Anbindung an die Innenstadt. Es ist ein idealer Standort für gemeinschaftliche Wohnprojekte. Auf den Zug müssen wir jetzt ohne zu Zögern aufspringen.

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