MdB Rößner kritisiert erneute Fällungen für den Flugplatzausbau Speyer als „Salamitaktik“

Nur wenige Tage nach Eröffnung des Flugplatz Speyer veröffentlichte die Rheinpfalz, dass noch weit mehr Auwald gekappt und gerodet werden muss, als die Betreibergesellschaft des Flughafens FSL bisher zugegeben hat. „Das ist die altbekannte Salamitaktik. Stück für Stück wird an der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger gesägt.“, kommentiert die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner.

Im März hat der Betreiber des Fluglandeplatzes öffentlich zugesagt, in diesem Jahr keine weiteren Bäume des ökologisch wertvollen Auwaldes zu kappen oder zu fällen. Die Kappungen sollten für die nächsten Jahre komplett abgeschlossen sein. Nun werden im Oktober die Schnitt- und Fällarbeiten wieder aufgenommen, um die planmäßige Nutzbarkeit sicherzustellen.

„Dieses Vorgehen schädigt nicht nur den Auwald, sondern auch das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in unser politisches System. War es von Anfang an so geplant, um den Widerstand gegen das Projekt nicht noch mehr zu nähren? Schlechte Planung oder vorsätzliche Fehlinformation – beides untergräbt das Vertrauen in die öffentliche Hand. Die Befürchtungen der letzten Jahre werden noch übertroffen: Der Ausbau bedeutet mehr Lärm, mehr Abgase, einen geschädigten Auwald und zusätzlich hintergangene Bürgerinnen und Bürger.“, so Rößner.

Die Bundestagsabgeordnete der GRÜNEN aus Mainz setzte sich in der Vergangenheit gegen den Ausbau des Speyerer Flughafens ein. Aufsehen erregte sie mit der Veröffentlichung, dass die Betreibergesellschaft FSL in den Unterlagen zur Ausbaugenehmigung den Dom um 13 Meter kürzer angegeben hat, um leichter an die Genehmigung zu gelangen.

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