Schule wird zum Staat

Ein besonderes Projekt hat Tabea in Mainz besucht: Schule als Staat. Vier Tage lang leben die Schülerinnen und Schüler des Schlossgymnasiums in „Schlopolis“ – einer Kunstwelt mit eigenem Geld, eigenen Geschäften und einem eigenen demokratischen Regierungssystem. Mit Hilfe des Planspiels soll den Schülerinnen und Schülern das Staatensystem anschaulicher werden.

Die Klassenzimmer des Schlossgymnasiums haben sich verwandelt. Eines ist zu einer Redaktion geworden. An Computern sitzen Schülerinnen und Schüler. Genauer genommen sind sie Redakteure – wenigstens für vier Tage. Denn so lange dauert das Planspiel „Schule als Staat“ und so lange wird in diesem Raum nicht Mathematik oder Religion gelehrt – sondern „SAZ“ produziert, die Zeitung des imaginären Staates „Schlopolis“. Der Staat hat auch seine eigene Währung: die „Schlopos“ – wobei 10 „Schlopos“ einem Euro entsprechen. Mit den Schlopos zahlen Besucherinnen und Besucher das „Visum“, das beim Eintritt nach „Schlopolis“ anfällt.

Gestartet wurden die vier Tage „Schlopolis“ mit einem feierlichen Empfang. Vor dem Eingang des Schlossgymnasiums war dazu extra ein roter Teppich ausgelegt worden. Nicht ganz so feierlich wie bei einer Feier in Bellevue – statt edlem Samt wurde hier Krepppapier verwendet. Tabea war unter den Ehrengästen, die über diesen Teppich gingen.

Tabea war am Entstehungsprozess von „Schule im Staat“ beteiligt, der bereits im vergangenen Jahr begonnen hat. Sie stellte im November während eines Informationstages bei einem Workshop vor, wie Parteien arbeiten und politische Programme entstehen, was die besonderen Aufgaben von Parteien sind und was bei Wahlkämpfen zu beachten ist. prld / rio

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