Anzug statt Fliegerhose

Sie kommen nicht mehr unbedingt mit Springerstiefeln und Fliegerhosen: Junge Nazis tragen heute oft moderne Kleidung, die etwa an den Chic der Hiphopper-Szene erinnert. Auch im bürgerlichen Gewand treten Rechtsextreme heute auf, etwa in der Pro-Bewegung, die sich an dem Vorbild Pro Köln orientiert. Wie neue Formen des Rechtsextremismus aussehen und wie sie wirken, darüber referiert Wolfgang Faller auf „Rechtsextremismus in Rheinhessen“, eine gemeinsame Veranstaltung des Kreisverbandes BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Alzey-Worms und der rheinland-pfälzischen Bundestagsabgeordneten Tabea Rößner.

„Rheinland-Pfalz hat ein Problem mit Rechtsextremismus. Das dürfen wir nicht dramatisieren, wir dürfen es aber auch nicht verschweigen“, sagt Rößner. Die Veranstaltung soll helfen, auf das Thema aufmerksam zu machen, interessierte BürgerInnen zu informieren und Bewusstsein für die Lage zu schaffen. Diese Ziele hatte auch das Bündnis „Alzey gegen Rechts“, als es Geld aus dem Förderprojekt des Bundes „Toleranz fördern – Kompetenzen stärken“ beantragen wollte. Der Alzeyer Landrat Ernst Walter Görisch hatte seine Hilfe bei der Beantragung verweigert. So konnte der Antrag nicht gestellt werden und Fördergeld von bis zu 270 000 Euro konnte nicht fließen.

„Rechtsextremismus in Rheinhessen“ beginnt am Montag, 14. Februar, um 19 Uhr. In der Alten Post in Alzey (Am Rossmarkt) diskutieren die Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner, Wolfgang Faller, der Geschäftsführer der Heinrich-Böll-Stiftung Rheinland-Pfalz und die Landtagskandidatin der Grünen Jugend, Pia Schellhammer.

Faller stellt neue Erscheinungsformen  des Rechtsextremismus vor, Schellhammer berichtet über die Situation vor Ort und Rößner spricht über die bundespolitischen Programme gegen Rechtextremismus und über die Informationspolitik in Rheinland-Pfalz zum Auftreten Rechtsextremer.

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