Laufzeitverlängerung – Ute Granold stimmt mit Ja

„Ute Granold vertritt nicht die Interessen ihres Wahlkreises“, sagt Rößner. „Die Menschen in Mainz und Rheinhessen leben in unmittelbarer Nachbarschaft zum Atomkraftwerk Biblis. Der Uraltmeiler bleibt dank der von Granold mitgetragenen Entscheidung mindestens weitere acht Jahre am Netz. „Und das obwohl Studien 80 Sicherheitsrisiken an dem Reaktor feststellen, es bereits über 800 Störmeldungen an beiden Meilern gegeben hat und die Atomkraftwerke nicht gegen Flugzeugabstürze gesichert sind. Die Entscheidung der Bundesregierung setzt die Menschen einer Gefahr für Gesundheit und Sicherheit aus“, so Rößner.

Köbler attestiert der Mainzer CDU ein Glaubwürdigkeitsproblem: „Die Mainzer Christdemokraten geben sich ja gerne als die wahren Hüter des Umweltschutzes und sauberer Energie. Damit waren sie schon immer unglaubwürdig – etwa wenn sie den Bau von Windrädern verhindert haben. Und jetzt zeigt sich endgültig, was dahinter steht: Die CDU ist die Partei in Mainz, deren direkt gewählte Abgeordnete für die Verlängerung der Atomlaufzeiten steht. Damit unterstützt die Union nicht nur eine schmutzige Hochrisikotechnolgie, sondern scheffelt den vier großen Energiekonzernen Milliardengewinne zu. Leidtragende sind auch die Stadtwerke. Die von uns vorangetriebene Energiewende auch bei der Stadtwerke Mainz AG wird durch die Entscheidung erschwert.“ Köbler hofft, dass die Mainzer Stadtwerke sich den vielen anderen Stadtwerken in der Bundesrepublik anschließen, die gegen das „Energiekonzept“ der Bunderegierung auf EU-Ebene vorgehen.

Die Entscheidung der Bundesregierung war auch wirtschaftlich nicht klug: Schon jetzt kommen auf jeden Arbeitsplatz in der Atomenergie sieben in den Erneuerbaren Energien. Die Verlängerung der Laufzeiten gefährdet auch die Kalkulationen von Stadtwerken, die auf dezentrale Energiegewinnung setzen. „In Granolds Wahlkreis gibt es Arbeitsplätze in den Erneuerbaren Energien  und in dezentral Strom produzierenden Stadtwerken. Ute Granold hat mit ihrem Ja zu Atomkraftwerken nur die Interessen der vier Energieriesen vertreten, nicht die Interessen der Menschen in ihrem Wahlkreis“, so Rößner und Köbler abschließend.

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