Alternative ist da

Die Mainzer Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner begrüßt die durch den Wiesbadener Oberbürgermeister Helmut Müller bekannt gewordenen Pläne der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden (KMW), ein Gas-Kraftwerk auf der Ingelheimer Aue bauen zu wollen:

„Wir GRÜNE haben uns immer auch für regionale Energieversorgung stark gemacht und ein Gaskraftwerk ist eine gute Ergänzung zum Ausbau Erneuerbarer Energien.“ Anders als Kohle- oder Atomkraftwerke können Gaskraftwerke in der so genannten Mittellast rentabel laufen, also zugeschaltet werden, wenn der Strombedarf hoch ist. Rößner ist seit 1. Januar 2010 Mitglied im Aufsichtsrat der KMW.

Die Angaben von Müller sind in Teilen fehlerhaft, kritisiert Rößner. So sagt Müller, „die Mainzer Seite“ wolle die Gewinnausschüttung der KMW auf 10 Millionen Euro begrenzen. Wörtlich beschlossen hat der Mainzer Stadtrat mit Stimmen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, SPD und FDP: „Eigenkapital der KMW, das für die Ersatzinvestitionen nicht benötigt wird und das die vereinbarte Eigenkapitalquote übersteigt, ist über die jährliche Dividende hinaus an die Aktionäre auszuschütten.“ Diese Summe kann deutlich über 10 Millionen Euro liegen.

„Solche Falschmeldungen entstehen, wenn der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende die Rolle des Pressesprecher eines Unternehmens übernimmt“, kritisiert Rößner. Die KMW soll daher wieder dazu übergehen, selbst für sich zu sprechen: „In der Zeit des Kampfs um das Kohlekraftwerk hat das Unternehmen viel Geld für teure Anzeigenkampagnen ausgegeben, heute bedient es sich nicht mal mehr der vorhandenen Ressourcen, um Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Seit Monaten ist die KMW auf Tauchstation. Die Auseinandersetzung um Kohlekraftwerk und Regionale Energieversorgung haben die KMW aber in den Fokus des Interesses gerückt. Das Unternehmen sollte diese Aufmerksamkeit nutzen, um seine neue Politik offen zu vertreten.“

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