Schott Solar kündigt Auslagerung an – MdB Rößner: „Folge verfehlter Bundespolitik

Die Kürzungen der Solar-Förderungen zeigen erste negative Folgen. Laut einem Bericht der Financial Times Deutschland plant Schott Solar, Teile der Produktion nach Asien zu verlagern.  „Das ist eine bittere Nachricht für Mainz und die Wirtschaft in Deutschland. Allerdings ist es wenig überraschend, denn mit der Kürzung der Solarförderung hat die Bundesregierung den Verlust solcher Arbeitsplätze regelrecht herauf beschworen“, kritisiert die Mainzer Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner.

Neben Schott Solar haben bereits andere deutsche Unternehmen der Branche wie etwa Q-Cells angekündigt, Teile der Produktion zu verlagern. „Damit wird die Befürchtung bestätigt, dass die Bundesregierung mit der Demontage des erfolgreichen und weltweit kopierten Erneuerbaren-Energien-Gesetzes den Technologiestandort Deutschland aufs Spiel setzt“, sagt Rößner.

Statt die Ewigkeitskosten einzuberechnen und die Milliardensubventionen für die Atom- und Kohleindustrie zu kappen, spart die Bundesregierung am falschen Ende. Die Gewinner der geplanten Kürzungen sind Firmen in Asien und den USA. Während Schwarz-Gelb über eine Verlängerung der Laufzeiten die Atomkraft voran treibt, gefährdet die Koalition im gleichen Atemzug eine der wichtigsten Zukunftsbranchen in Deutschland, die bereits 60 000 Arbeitsplätze geschaffen hat.  Im gesamten Bereich der Erneuerbaren Energien sind 280 000 Menschen in Deutschland beschäftigt.

„Die Politik der Bundesregierung dient nur dazu, den Gewinn der vier Energieriesen, die Atomkraftwerke betreiben, zu maximieren, statt dem Wohl Vieler zu dienen. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle hat immer wieder versprochen, sich für den Mittelstand einzusetzen. Davon ist er so weit entfernt wie ein Taucher vom Mondflug“, sagt Rößner abschließend.

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