Lehre aus herabgestürztem Flugzeugteil – MdB Rößner hakt zu Vorfall in Hechtsheim nach

Im Juni 2018 stürzte ein Flugzeugteil über dem Mainzer Stadtteil Hechtsheim in den Garten eines Wohnhauses. Die Mainzer Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) reichte daraufhin einen Fragenkatalog zu Störungen und Unfällen im Luftverkehr bei der Bundesregierung ein. Nun hat sie sich in zwei Schreiben an die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung und an das Luftfahrt-Bundesamt gewandt, um abzufragen, welche Handlungsbedarfe sich seitdem ergeben haben. Hierzu erklärt sie:

„Ich habe versprochen, im Fall des herabgestürzten Flugzeugteils über Mainz weiter nachzuhaken. Denn was mich ärgert, ist nicht allein die Tatsache, dass es passierte, sondern vielmehr der Umgang mit dem Betroffenen. Und die bisher gelieferten Antworten sind mir einfach zu wenig.

Laut Prognosen wird die Zahl von Instrumentenflügen im deutschen Luftraum bis zum Jahr 2024 auf über 3,7 Millionen ansteigen. Die Stadt Mainz insgesamt, aber vor allem der Stadtteil Hechtsheim im Besonderen, ist seit vielen Jahren vom zunehmenden Flugverkehr massiv betroffen. Gravierend ist vor allem der Fluglärm. Und durch das Ereignis in Hechtsheim nimmt nun auch die Sorge der Bürgerinnen und Bürger zu, durch die exponierte Lage im Anflugbereich von Unfällen betroffen zu sein. Gleichwohl ein solches Ereignis in Relation zur hohen Zahl an Flugbewegungen über Deutschland zweifellos ein Einzelfall darstellt, war ich doch vom Umgang mit dem Betroffenen sehr überrascht. Denn gerade weil dieser Fall allen Wahrscheinlichkeiten trotzte, hätte ich mir von den zuständigen Behörden, dem Luftfahrt-Bundesamt und der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung mehr Aufklärungswillen gewünscht. Stattdessen wurde der Betroffene im Regen stehen gelassen. Erst auf öffentlichen Druck hin einigten sich beide Behörden überhaupt erst darauf, wer in solchen Fällen zuständig ist. Den betroffenen Bürger aber ließ man aber weiterhin mit seinen vielen Fragen alleine.

Die Behörden hatten nach meinen parlamentarischen Initiativen nun genügend Zeit, zu den Verfahrensweisen, zur Kommunikation und zum Umgang mit Betroffenen die Köpfe rauchen zu lassen. Jetzt will ich auch zufriedenstellende Antworten.“

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