Plastikmüll wächst und wächst – MdB Rößner appelliert zum plastikarmen Verbrauch

Im Zuge ihres Selbstversuchs, eine Woche ohne Plastikabfall zu leben, richtete die verbraucherpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Tabea Rößner, schriftliche Fragen zum bundesweiten Abfallaufkommen von Kunststoffen an die Bundesregierung. Zu den Antworten erklärt sie nun:

„Die Antworten des Bundesumweltministeriums zum Plastikmüllaufkommen in Deutschland sind alarmierend. Denn Abfälle aus Kunststoff sind eine untragbare Last für die Umwelt und für nachfolgende Generationen.

Seit 2005 ist die Menge an Plastikmüll in Deutschland um über 40 Prozent gewachsen. Allein im vergangenen Jahr haben wir über sechs Millionen Tonnen produziert. Das entspricht einem Müllberg mit dem Gewicht von mehr als 600 Eiffeltürmen. Und während mittlerweile in der Produktion und Weiterverarbeitung von Kunststoffen immer weniger Abfall entsteht, müssen sich die privaten Endverbraucher an die eigene Nase fassen. Denn fast die Hälfte des gesamten Plastikmülls kommt auch aus Privathaushalten. D.h. in den vergangenen zehn Jahren wuchs der Müllberg u.a. in unseren Haushalten um rund 55 Prozent. Das wundert mit Blick auf den Online-Handel und in die Regale der Supermärkte nur wenig. Überall sind Produkte unsinnig in Plastik verpackt. Eine halbwegs gute Nachricht gibt es aber auch: Immer mehr Plastik findet den Weg in die Wiederverwertung als Roh- und Werkstoff. Das sind insgesamt fast drei Millionen Tonnen. Das reicht allerdings noch nicht angesichts der Tatsache, dass über die Hälfte des Plastiks verbrannt oder anderweitig entsorgt wird. So werden wertvolle Ressourcen verschwendet und unsere Umwelt dauerhaft verschmutzt.

Die Vermüllung der Natur und unserer Lebensmittel mit Plastik ist neben dem Klimawandel und dem Artensterben eine der größten globalen Umweltkrisen. Dabei können wir einiges tun, diese Krise aufzuhalten. Mit meinem einwöchigen Selbstversuch mache ich einen ganz persönlichen Schritt in diese Richtung und kann nur zum Mitmachen aufrufen.“

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