Lärm wirksam reduzieren – MdB Rößner unterstützt Forderungen der WHO

Zu den am 10. Oktober 2018 durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichten Leitlinien für Lärmbelastung erklärt die Bundestagsabgeordnete und Initiatorin der Parlamentsgruppe Bahnlärm und des Parlamentskreises Fluglärm, Tabea Rößner (BÜNDIS 90/DIE GRÜNEN):

„Die WHO verdeutlicht in ihrem aktuellen Bericht, dass Lärm als Umweltfaktor einen klar negativen Einfluss auf unsere Gesundheit hat, und gibt ebenso klare Empfehlungen an die Politik, die es zu berücksichtigen gilt.

Leider klaffen diese Empfehlungen von den Ist-Zuständen gerade beim Bahn- und Fluglärm weit auseinander. Die von der WHO geforderten Grenzwerte werden regelmäßig und deutlich überschritten. Viele Menschen sind tagtäglich einem gesundheitsgefährdendem Lärmpegel ausgesetzt. Welche Folgen das konkret haben kann, zeigen eine Vielzahl medizinischer Studien: Von Schlafstörungen bis hin zu Auswirkungen auf Herz- und Kreislauf. Wir reden bei Lärm also schon längst nicht mehr nur von Belästigung. Es ist deshalb nötig, die Grenzwerte an die Empfehlungen der WHO anzupassen. Bei einer immer größeren Verlärmung unserer Umwelt ist es zwingend notwendig, hier konsequent zu handeln. Letztlich ziehen Lärmerkrankungen volkswirtschaftliche Folgekosten nach sich. Daher müssen die Anstrengungen erhöht werden, Mobilität effizienter auszugestalten und Lärm deutlich zu reduzieren. Das fördert auch die Akzeptanz.

Der WHO-Bericht zeigt aber vor allem eins: Lärm hat viele Ursachen. Und vielerorts treffen die aufeinander. Es bringt deshalb nichts, nur den einen Lärm zu beschränken, den anderen aber nicht. Vielmehr brauchen wir eine Gesamtlärmbetrachtung, mit der auch ganzheitliche Maßnahmen zur Reduzierung des Lärms angegangen werden können.“

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