Kaffeeklatsch im Kanzleramt – MdB Rößner fordert Sofortprogramm für bezahlbares Wohnen

Zum morgigen Wohngipfel der Bundesregierung erklärt die Mainzer Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):

„Der morgige Gipfel ist nicht viel mehr als ein Kaffeeklatsch der Kanzlerin mit der Immobilienwirtschaft. Während die Wohnungswirtschaft überproportional vertreten ist, müssen die Mieterinnen und Mieter vor der Tür bleiben. Dabei sind sie die Leidtragenden.

Auch in rheinland-pfälzischen Städten und vor allem in Mainz haben wir mit akutem Wohnraummangel und steigenden Mietpreisen zu kämpfen. Und obwohl hier in Sachen Wohnungsbau viel unternommen wird, wird die Situation für junge Familien und Studierende immer schwieriger. Die Bundesregierung muss endlich ihre Hausaufgaben machen und gegen den Mietwahnsinn vorgehen. Das kann nur mit einem Sofortprogramm für bezahlbares Wohnen passieren. Wir brauchen noch in diesem Jahr 1 Milliarde Euro, damit der Wohnungsnot in den Städten endlich etwas entgegengesetzt werden kann. Genauso dringend muss endlich eine wirksame Mietpreisbremse her. Für die Mainzer Mieterinnen und Mieter würde das eine Ersparnis von bis zu 2.425 Euro im Jahr bedeuten.

Das Thema Wohnen ist eine der großen sozialen Fragen unserer Zeit. Ich erwarte von der Bundesregierung – und allen voran von der SPD – endlich eine faire und soziale Wohnungspolitik. Leider zeigt die Entlassung des Staatssekretärs Gunther Adler, der ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet Bauen und Wohnen ist, wie schnell die Bundesregierung das Thema Wohnungspolitik zugunsten unfassbarer Personalentscheidungen zu opfern bereit ist.“

 

 

 

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