Im Bundestag mitmischen – Jugendliche schlüpfen bei Planspiel in die Rolle der Abgeordneten

Am vergangenen Wochenende begegnete man auffallend vielen jungen Leuten in schicken Anzügen und Kostümen in den Gängen des Deutschen Bundestages in Berlin. Denn wie jedes Jahr fanden wieder ganz besondere Sitzungstage beim Planspiel „Jugend und Parlament“ statt. Im Vorfeld wurden die teilnehmenden Jugendlichen von Abgeordneten nominiert und eingeladen und durften dann selbst einmal in die Rollen der Abgeordneten schlüpfen. Die Mainzer Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner schickte dieses Mal eine 19-Jährige aus ihrem Wahlkreis ins Rennen.

Welche fiktive Bundestagsabgeordnete Pauline und ihre neuen Kolleginnen und Kollegen spielen durften, konnten sie sich allerdings nicht aussuchen. Der Name, die Partei und die politische Ausrichtung wurden ihnen zugewiesen. Auch die Parteien waren erdacht: Es gab Vertreter der Bürgerlichen Bewahrungspartei, der Partei für Gerechtigkeit und Solidarität und der Partei für Engagement und Verantwortung. Die 355 Teilnehmenden simulierten in den vier Tagen vier Gesetzesinitiativen unter realen Bedingungen. Außerdem gab es Sitzungen im Plenum, bei denen 48 Vertreter*innen aus allen Spielfraktionen am Pult reden durften sowie Termine in den Landesgruppen, Fraktionen, Arbeitsgruppen und Ausschüssen. Der Höhepunkt waren die beiden Plenarsitzungen unter der Leitung verschiedener Spitzenpolitiker wie Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann, Claudia Roth und Wolfgang Kubicki.

„Mit dem Planspiel haben Jugendliche die einmalige Chance, Politik aus nächster Nähe kennenzulernen und einen Einblick in die Arbeit der Abgeordneten zu bekommen. Das ist erlebte Demokratie und wird den Jugendlichen immer in Erinnerung bleiben. Greifbarer kann politische Bildung nicht sein“, so Tabea Rößner. Auch deshalb wird sie im kommenden Jahr wieder für das Planspiel werben und interessierte Jugendliche ihres Wahlkreises nach Berlin einladen.

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