Antworten des Verkehrsministeriums zu herabgestürztem Flugzeugteil – MdB Rößner drängt auf Aufklärung

Zu den Antworten der Bundesregierung auf die schriftlichen Fragen zum Fall des in Hechtsheim herabgestürzten Flugzeugteils erklärt die Mainzer Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):

„Die Antworten des Verkehrsministeriums sind mehr als unbefriedigend. Luftfahrzeughalter und Luftfahrzeugführer sind verpflichtet, Unfälle und schwere Störungen zu melden. Das ist in diesem Fall nicht geschehen. Und obwohl ein knapp zwei Kilogramm schwerer Beweis bei der BFU liegt, zeigt sich niemand verantwortlich, diesem Fall weiter auf den Grund zu gehen.

Es macht keinen Unterschied, ob ein herabstürzendes Flugzeugteil meinen Kopf nur knapp verfehlt oder zehn Meter neben mir landet. In beiden Fällen hätte es beinahe zu einem Unfall kommen können. Damit muss das Ereignis als eine schwere Störung gewertet und auch untersucht werden. Und das kann sicher nicht eine örtliche Polizeidienststelle leisten. Aber genau das erwartet das Verkehrsministerium laut Antwort auf meine Anfrage. Dann stellt sich aber die Frage, wieso dem betroffenen Mainzer trotzdem nicht weitergeholfen wird. Denn er ist genau diesen vom realitätsfernen Ministerium empfohlenen Weg gegangen, weitergeholfen wurde ihm aber bis heute nicht. Die Polizei verweist auf die BFU und die BFU auf die Polizei. Man dreht sich im Kreis und es tut sich nichts. Das kann nicht sein. Es geht dabei nicht allein um Wahrscheinlichkeiten, auch wenn dem Luftfahrt-Bundesamt in den zurückliegenden zehn Jahren gleich 60 Fälle von vermissten oder gefundenen Flugzeugteilen bekannt sind. Es muss darum gehen, mehr Sicherheit im Flugverkehr zu schaffen, ebenso wie die Gewissheit eine zufriedenstellende rechtliche Handhabe hinsichtlich der Ermittlung und Haftung zu gewährleisten.

So aber bleibt für die Anwohner in Überfluggebieten nicht nur ein mulmiges Gefühl, sondern gleich auch Unklarheit und große Frustration. Es darf nicht sein, dass sie so im Regen stehen gelassen werden. Das macht mich wütend und deshalb werde ich hier weiterhin für Aufklärung sorgen.“

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