Zelte für den Umweltschutz – MdB Rößner besucht Bodensanierungsmaßnahmen bei Boehringer Ingelheim

Mit großem Interesse und vielen Fragen startete am vergangenen Dienstag die Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner gemeinsam mit der Sprecherin des Kreisverbands Mainz-Bingen sowie den Kreistagsfraktionsmitgliedern Ulrike Rückert und Heinrich Jung (alle BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) ihren Besuch bei der Firma Boehringer Ingelheim. Bereits auf dem Weg zum Gelände der Bodensanierungsarbeiten fielen die großen, mit Altlastenboden beladenen Laster auf. In der ehemaligen Kiesgrube wurden bis Ende der 1950er Jahre Reststoffe aus der Pflanzenschutzmittelentwicklung und -produktion abgelagert. Das Ingelheimer Familienunternehmen arbeitet daran, die belasteten Böden abzutragen und die betroffenen Bereiche wo möglich, zu renaturieren.

Empfangen wurden die Gäste von Landesleiter Stefan Rinn sowie Geschäftsführer Dr. Douglas Khoo und Thomas Katenz, verantwortlich für die Arbeiten vor Ort. Sie berichteten von den umfangreichen Bodensanierungen, die bereits seit den 1980er Jahren im und um das Firmengelände durchgeführt werden. Denn, so Khoo, gehöre Nachhaltigkeit zum Grundverständnis Boehringer Ingelheims und die Bodensanierungsmaßnahmen sind Teil dieses „kontinuierlichen Verbesserungsprozesses“. Dazu gehören auch die im Jahr 2016 begonnenen Arbeiten, die sich auf ein Areal von rund 10.000 Quadratmetern erstrecken und unter riesigen weißen Zelten stattfinden. Diese sollen die Umgebung vor Staub schützen, der beim Aushub und Verladen des belasteten Bodens aufgewirbelt wird. Durch ein kleines Sichtfenster im Sanierungszelt konnte sich Rößner selbst ein Bild davon machen. Denn Zutritt zur eigentlichen Baustelle hat nur geschultes Personal mit Schutzanzug und Atemmaske. Auf Rößners Frage, wann alle Bodensanierungsprojekte abgeschlossen sein werden, antworteten die Vertreter von Boehringer Ingelheim, dass dies noch dauern wird. Den nach Abschluss der laufenden Maßnahmen im Jahr 2021 geht es mit einer in Ingelheim unter der Bezeichnung „Gipsteich“ bekannten Altablagerung auf einem Gebiet von ca. 43.000 Quadratmetern Größe weiter. Einzig die Kosten bleiben ein Betriebsgeheimnis. So wird der Abgeordneten lediglich verraten, dass das Unternehmen insgesamt für alle Sanierungsprojekte rund 100 Millionen Euro zurückgelegt hat.

Zum Abschluss ihres Besuchs hält Rößner fest: „Ich weiß, welche Rolle Boehringer Ingelheim für die Menschen in Ingelheim und Umgebung spielt. Hier wird viel Geld in die Hand genommen. Aber das ist wichtig. Denn auch Unternehmen müssen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen und gerade sie müssen den Umweltschutz im Blick haben.“

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