Grüne Pflegewoche: MdB Tabea Rößner besucht das Haus St. Martin in Ingelheim

Am 12.5. ist der internationale Tag der Pflege. Aus diesem Anlass und im Rahmen der „Grünen Pflegewoche“ der Bundestagsfraktion von BÜNDIS 90/DIE GRÜNEN wird die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner am kommenden Dienstag, den 8. Mai 2018 das Haus St. Martin in Ingelheim besuchen, um auf die Herausforderungen in der Pflege aufmerksam zu machen und sich vor Ort über die Personal- und Arbeitssituation zu informieren. Hierzu erklärt sie:

„Die Antwort der Bundesregierung auf unsere Kleine Anfrage zeigt deutlich, dass der Arbeitsmarkt für Pflegekräfte bundesweit leergefegt ist und dringend gehandelt werden muss. Leider auch bei uns in Rheinland-Pfalz.

Denn allein im Krankenhausbereich fehlen in unserem Bundesland 763 Pflegekräfte. Auf 100 freie Stellen kommen gerade einmal 31 arbeitslose Pflegekräfte. In der Altenpflege sieht es sogar noch schlechter aus: Gerade einmal 13 potentielle Bewerberinnen und Bewerber kommen auf 100 freie Stellen. Insgesamt fehlen der Altenpflege 1.284 Fachkräfte in Rheinland-Pfalz. Viele Einrichtungen und Pflegekräfte arbeiten am Limit. Und viele Menschen sorgen sich um ihre Pflege im Alter. Für unser reiches Land ist das ein Armutszeugnis. Jahrelang zeichnete sich diese Entwicklung ab, aber die Bundesregierungen der vergangenen Wahlperioden haben versäumt, die richtigen Weichen zu stellen.

Es bedarf einer großen Kraftanstrengung, den Missstand in dem sensiblen Pflegebereich zu beheben. Der Pflegeberuf muss attraktiver werden, die Ausbildung muss endlich kostenfrei sein. Erst in der letzten Wahlperiode wurde die Kostenfreiheit beschlossen, die bis 2019 umgesetzt sein soll. Wenn wir die Qualität der Pflege verbessern wollen, müssen wir bei denen anfangen, die sich täglich rund um die Uhr für Bedürftige einsetzen. Und um die lokal sehr unterschiedlichen Pflegesituationen anzugehen, brauchen die Kommunen Informationen darüber, wie Nachfrage, Angebot und Personalbedarf aussehen. Vergleichende Daten liegen hierzu bundesweit aber nicht vor. Das muss sich ändern.

Welche Erfahrungen Pflegekräfte selbst machen, welche Anliegen sie haben und wo sie Handlungsbedarf sehen, möchte ich im persönlichen Gespräch erfahren. Deshalb freue ich mich auf den Besuch des Hauses St. Martin in Ingelheim und den direkten Austausch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die eine tolle Arbeit leisten und junge Menschen mit geistiger Beeinträchtigung betreuen und fördern.“

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