20 Jahre harter Kampf und kein Ende in Sicht:

MdB Rößner dankt dem Bündnis der Bürgerinitiativen „Kein Flughafenausbau – Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr“ für Engagement

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des BBI „Kein Flughafenausbau – Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr“ am 5. März 2018 erklärt die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner (Bündnis 90/ DIE GRÜNEN):

„Trotz Jubiläum dürfte den beteiligten Bürgerinitiativen und Fluglärmbetroffenen im Rhein-Main Gebiet wohl kaum zum Feiern zumute sein. Denn 20 Jahre später hat sich die Situation der Fluglärmbetroffenen im Großraum Frankfurt nicht verbessert. Im Gegenteil – die luftverkehrsbedingte Lärmbelastung hat in den vergangenen beiden Jahrzehnten und insbesondere seit Eröffnung der Landebahn Nord-West im Jahr 2011 ein unerträgliches und unzumutbares Ausmaß für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger angenommen. Und eine Atempause ist nicht in Sicht: Mit dem Bau des neuen Terminals 3 und der Ausrichtung auf Billigflieger wird ein weiterer erheblicher Zuwachs des Fluggastaufkommens und damit eine Steigerung des Lärmaufkommens erwartet. Mit dem Bau des Billigflugsteigs G inklusive 3-jährigem Rabattprogramm für neue Fluggesellschaften will Fraport den Anfang vom Ende des Nachtflugverbots einläuten. Denn wie Ryanair in den vergangenen Monaten bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat, scheint die Billigfluggesellschaft die Nachtruhe der betroffenen Anwohner herzlich wenig zu interessieren. Das alles sind wirklich keine erfreulichen Entwicklungen – der Kampf gegen Fluglärm ist also noch lange nicht zu Ende.

Trotzdem oder gerade deswegen möchte ich an dieser Stelle meinen Glückwunsch und Dank an das BBI und alle beteiligten Initiativen und AktivistInnen aussprechen – für das unerschöpfliche Durchhaltevermögen und den unermüdlichen Einsatz der vergangenen 20 Jahre. Ohne sie sähe es heute vermutlich noch viel düsterer aus. Ich hoffe, die ehrenamtlich Aktiven verlieren auch in Anbetracht der immer wieder herben Rückschläge nicht ihren Mut und die Hoffnung auf die Wiedergewinnung der Lebensqualität in der Region.

Doch nicht nur vor Ort, insbesondere auch auf Bundesebene muss das Thema Fluglärm endlich konsequent angegangen werden. Von der neuen alten Bundesregierung ist hier nichts zu erwarten – das beweist der Koalitionsvertrag. Seien Sie sich versichert, dass ich mich weiter mit großem Engagement für einen wirksameren Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm einsetzen werde. Ein Schritt ist die Gründung des überfraktionellen Parlamentskreises Fluglärm im Bundestag, die ich mit Kolleginnen aus Mainz und Frankfurt initiiert habe. Der Schulterschluss mit Verbündeten aus verschiedenen Lagern ist von zentraler Bedeutung, wenn wir beim Thema Fluglärm etwas voranbringen wollen.“

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