Gedenken: Zivilgesellschaftliches Engagement stärken!

Zum Besuch im früheren KZ-Außenlager Rebstock erklärt die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete und Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl 2017, Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):

In diesem Konzentrationslager wurden mehr als 200 Häftlinge aus zwölf Nationen zur Zwangsarbeit genötigt, darunter auch Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald. Viele überlebten die unmenschlichen Haftbedingungen und die schweren Misshandlungen nicht.

Es ist in dieser Zeit, wo Faschismus und Rassismus wieder Halt in unserer Gesellschaft gewinnen, besonders wichtig, sich unserer besonderen Verantwortung unserer Geschichte gegenüber zu vergegenwärtigen. Als Politikerinnen und Politiker ist es unsere Aufgabe, aufzuzeigen, dass demokratische Grundwerte in der Debatte um Erinnerungskultur unantastbar sind und dafür zu sorgen, dass zivilgesellschaftliches Engagement für Gedenkstätten und Erinnerungskultur die nötige Unterstützung erhält. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit hat keinen Platz in unserer Gesellschaft und es ist unsere Pflicht, daran zu erinnern und zu mahnen, zu welchen Gräueltaten Ausgrenzung und Hass führen können.

Daher freue ich mich umso mehr, dass im Oktober die Gedenkstätte Lager Rebstock der Öffentlichkeit übergeben werden kann. Es ist dem Engagement und der Arbeit der Bürgerinnen und Bürger und der Politikerinnern und Politiker der Stadt Ahrweiler und des Bürgervereins Ehemalige Synagoge Ahrweiler zu verdanken, dass das ehemalige Konzentrationslager nicht vergessen wird, sondern noch viele Jahre Informationen und einen Ort des Gedenkens bereitstellen wird.

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