Für eine atomwaffenfreie Zukunft! MdB Tabea Rößner zum Gedenken an Hiroshima und Nagasaki

Zum 72. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima am 6. August erklärt die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):

„Hiroshima und Nagasaki verbinden wir mit Vernichtung, Verwüstung und unendlichem Leid. Am 6. August jähren sich die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki zum 72. Mal, und wir gedenken der Opfer und der Menschen, die an den Folgen dieser grausamen Massenvernichtungswaffen zum Teil jahrzehntelang leiden mussten.

Dieses Gedenken und das Leid vieler Menschen mahnt uns jedes Jahr, das Ziel einer atomwaffenfreien Welt weiter zu verfolgen. Statt aber den Weg der Abrüstung fortzusetzen, findet weltweit wieder Aufrüstung statt. Die in Deutschland stationierten US-Atomwaffen sollen „modernisiert“ werden, was einer nuklearen Aufrüstung gleichkommt, während die Bundesregierung tatenlos zuschaut. Die US-Atomwaffen lagern im rheinland-pfälzische Büchel. Sie sind ein hohes Sicherheitsrisiko, das zeigt die Aktion der Friedensaktivistinnen und –aktivisten vor mehreren Wochen. Wir sollten die einzig richtigen Konsequenzen ziehen: Endlich Schluss mit atomaren Gefahren, Atomwaffen müssen jetzt abgeschafft werden.

Die schwarz-rote Bundesregierung steht allerdings auf der Seite der Atommächte und wehrt sich gegen wichtige Abrüstungsinitiativen. Der Boykott der UN-Verhandlungen über ein Atomwaffenverbot im Juli durch die Bundesregierung war ein großer Fehler. Es ist Zeit für eine Bundesregierung, die in Fragen der Abrüstung mutig vorangeht, anstatt sich hinter den Atomwaffenstaaten im Lager der Bremser und Blockierer zu verstecken. Heute, wie vor 72 Jahren, ist es noch immer notwendig, für eine atomwaffenfreie Zukunft zu streiten. Auch darum geht es bei der Bundestagswahl im September.“

 

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