13-Jährige begleitet mich einen Tag lang im Bundestag

Im Rahmen des Programms One-Day-Bundestagsabgeordnete hat mich am 30. Mai 2017 die 13-Jährige Mercan aus Berlin einen Tag lang im Bundestag begleitet. Das Programm soll es Jugendlichen ermöglichen, hinter die Kulissen des Bundestags zu schauen und sich einen Eindruck vom Berufsfeld der Bundestagsabgeordneten zu verschaffen.

Mercan, die aus einer türkischen Familie in Berlin-Neukölln stammt, Klassenbeste und Klassensprecherin ist, begleitete mich unter anderem in eine Arbeitskreissitzung und in die Fraktionssitzung. Wie viel Zeit man als Politikerin damit verbringt, in solchen Sitzungen zu diskutieren, hat sie überrascht: „Ich dachte, man macht vor allem viele interessante Reisen, so wie Frau Merkel“. Und obwohl sie die debattierten Themen interessant fand, fand sie es etwas langatmig, wie lange über einzelne Themen diskutiert wurde.

 

 

Auch für einen Besuch auf der Reichstagskuppel und einen Rundgang durch die verschiedenen Gebäude des Bundestages war noch genügend Zeit. Besonders spannend fand Mercan, wie die einzelnen Gebäude unterirdisch miteinander verbunden sind, so dass man auch an Regentagen große Strecken zwischen einzelnen Räumen trockenen Fußes zurücklegen kann.

Da am gleichen Tag auch das große Planspiel von „Jugend und Parlament“ im Plenarsaal stattfand, konnte Mercan dort zuschauen, wie andere Jugendliche in die Rollen von Abgeordneten schlüpften und über fiktive Gesetzesanträge diskutierten und abstimmten. Diesen Teil des Programms fand sie auch am interessantesten, konstatierte sie am Abend. Insgesamt sagte Mercan, hat ihr gefallen, über wie viele unterschiedliche Themen die Abgeordneten an einem einzelnen Tag sprechen. In einem Augenblick geht es um Naturschutz, im nächsten Moment muss über einen Bundeswehreinsatz oder eine Grundgesetzänderung entschieden werden.

Für ihre Teilnahme bekam Mercan ein Zertifikat überreicht. „Vielleicht kann ich ja nächstes Jahr wieder mitmachen“, sagte sie zum Abschluss. Als Abgeordnete freue ich mich immer sehr, wenn Jugendliche ein so großes Interesse an unserem parlamentarischen System haben!

 

 

 

 

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