Für eine rundum gute Geburt: Hebammen stärken, Familien nicht allein lassen

Zum internationalen Hebammentag am 5. Mai erklärt die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):

„Ohne Hebammen geht es nicht. Wir müssen die nötigen Rahmenbedingungen schaffen, dass der Beruf weiterhin attraktiv bleibt. Hebammen brauchen gute Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung.

Die meisten Frauen und Familien wünschen sich eine verlässliche Betreuung während und nach der Geburt durch eine Hebamme ihres Vertrauens. Sie wollen gut beraten werden und ihre Entscheidungen in Ruhe treffen. Die Realität sieht leider anders aus: Hebammen müssen in Kreißsälen häufig mehrere Geburten gleichzeitig betreuen. Einzelne Kliniken, besonders in Ballungsräumen, müssen Schwangere abweisen, weil die Kreißsäle überfüllt sind. Für die Wochenbettbetreuung müssen Frauen in manchen Regionen lange nach einer Hebamme suchen.

Die GRÜNE Bundestagsfraktion will die Situation für Schwangere und frischgebackene Eltern verbessern und hat deshalb umfassende Reformvorschläge rund um die Geburt vorgelegt. Zukünftig sollen Hebammen, die sich in unterversorgten Regionen niederlassen, einen Zuschlag erhalten. Außerdem wollen wir sicherstellen, dass jede Schwangere während wesentlicher Phasen der Geburt 1:1 durch eine Hebamme betreut werden kann. Dafür muss ausreichend Personal in den Kreißsälen vorhanden sein. Dies wollen wir durch ein verpflichtendes Personalbemessungsinstrument für Kreißsäle erreichen. Um natürliche Geburten zu fördern, wollen wir die Anreize für unnötige Kaiserschnitte in den Kliniken senken und die Einrichtung von hebammengeleiteten Kreißsälen fördern.

Weitere grüne Vorschläge für eine gute Geburtshilfe gibt es hier.

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