Verbot lauter Güterzüge ab 2020 – endlich dank hartnäckigem Engagement!

Der Bundestag hat heute das Schienenlärmschutzgesetz auf den Weg gebracht. Die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete, stellvertretendes Mitglied im Verkehrsausschuss, Mitglied im Beirat „Leiseres Mittelrheintal“ und Mit-Initiatorin der Parlamentariergruppe Bahnlärm, Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), erklärt hierzu:

„Nun ist es endlich amtlich: Ab dem 13. Dezember 2020 sind Fahrverbote für laute Güterwagen mit Grauguss-Bremssohlen möglich. Ein großer Erfolg für die Menschen nicht nur im Mittelrheintal, der nur durch das unermüdliche Engagement der Bürgerinitiativen erreicht werden konnte. Nun haben die Menschen eine Perspektive auf mehr Ruhe, gerade auch in der Nacht.

Nun gibt es vor allem auch Klarheit für die Waggonhalter: Wenn sie bis zu diesem Stichtag ihre Waggons nicht umgerüstet haben werden, riskieren sie ein Fahrverbot. Die Umrüstung von den bisher gängigen Grauguss-Bremssohlen auf lärmmindernde Technologien wie Verbundstoff-Bremssohlen führt zu einer deutlichen Minderung des Lärms. Die Umrüstung verläuft zurzeit noch schleppend. Bis zum Jahr 2017 sollten eigentlich die Hälfte aller Güterwagen umgerüstet sein. Davon sind wir aber noch weit entfernt. Das weiß auch die Bundesregierung.

Am heutigen Tag ist also ein wichtiger Schritt getan worden, um die Menschen aktiv vor Lärm zu schützen. Dieser Erfolg geht vor allem auf die Bürgerinitiativen, zurück, die hartnäckig für mehr Ruhe gekämpft haben, regelmäßig zu Demonstrationen vor Ort und in Berlin aufgerufen, unzählige Gespräche mit politisch Verantwortlichen geführt und Diskussionsveranstaltungen veranstaltet haben. So kam auch bei der Bundesregierung an: Die Menschen haben keine Geduld mehr, es muss jetzt etwas passieren. Auch die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Hessen sowie die Parlamentsgruppe Bahnlärm haben mit ihrem Einsatz dazu beigetragen, dass wir das Schienenlärmschutzgesetz heute auf den Weg bringen konnten. Herzlichen Dank für diesen Einsatz!“

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