Olympia: Sportler und Zuschauer sind die Verlierer

Zu den gescheiterten Verhandlungen zwischen ARD, ZDF und Discovery im Falle der Übertragungsrechte der Olympischen Spiele zwischen 2018 und 2024 erklären Tabea Rößner, Sprecherin für Medienpolitik und Özcan Mutlu, Sprecher für Sportpolitik: 

 „Die gescheiterten Verhandlungen sind ein Resultat der ausufernden Kommerzialisierung von Großsportereignissen. Während große Verbände wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) durch die Olympischen Spiele immer höhere Lizenz- und Marketingeinnahmen verzeichnen, kommt fast nichts davon bei den Sportlerinnen und Sportlern an. Es war nur eine Frage der Zeit, wann die Lizenzgebühren für Fernsehübertragungen den Preis, den öffentlich-rechtliche Medienanstalten bezahlen können oder wollen, übersteigen,. Die Leittragenden sind Sportlerinnen und Zuschauer, wenn nur noch wenige einzelne Wettkampfentscheidungen frei empfangbar ausgestrahlt werden. Wir werden Discovery beim Wort nehmen, seine Versprechen einzuhalten, Wettkämpfe und Entscheidungen auch über das vom IOC geforderte Maß hinaus frei empfangbar auszustrahlen und eine kritisch begleitende Berichterstattung durchzuführen.

Dass ARD und ZDF sich offenbar entschieden haben, für die Berichterstattung von Fußballbundesligaspielen der Männer und auch zuletzt bei der Europameisterschaft im Fußball der Männer weit höhere Summen einzusetzen, hinterlässt einen faden Nachgeschmack. Es wirft die Frage auf, inwiefern Fußballspiele von Männern ein Mehrfaches wert sind als sämtliche andere Sportarten, die Athletinnen und Athleten bei Olympischen Spielen ausüben.“

 

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  1. Patrick S

    Ich denke Eurosport hat nicht überhöhte Forderungen gestellt. Eurosport hat sich ja recht schnell mit der BBC, ORF und Schweiz geeinigt. Das war kein Problem. Unsere ÖR haben halt nicht genügend Geld mehr in ihrem Rechteeta für Olympia. Wie Sie gesagt haben für Fußball wurde wiedereinmal ordentlich mehr ausgegeben… Angeblich 250 Millionen mehr für vier Jahre. Da sind die 50 Millionen die man mit Eurosport für die Olympiarechte auseinander lag ja recht wenig. Hätte man nur ein bisschen weniger Fußballrechte gekauft oder etwas weniger (mehr) gezahlt dann hätte man sich die Olympiarechte leisten können.
    Aber die ÖR und die Rundfunkräte haben halt entschieden das sie das Geld lieber in den Fußball anlegen als für Olympia! Das muss dann halt so gesagt werden. Die Verantwortung tragen die ÖR und die Rundfunkräte die das alles absegnen!

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