Premium-Wanderweg als krönender Abschluss

Zum „krönenden Abschluss“ ist die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) beim letzten Stopp ihrer zweiwöchigen Tour durch Rheinland-Pfalz nach Hauenstein gekommen. Dort informierte sie sich über die touristischen Angebote und den Wirtschaftsstandort, sprach mit Verbandsbürgermeister Werner Kölsch und Einzelhändlern über die Entwicklungspotenziale des Ortes und lud zum politischen Spaziergang auf den Dimbacher Buntsandstein-Höhenweg ein. Begleitet wurde sie vom Hauensteiner Beigeordneten Manfred Seibel und dem grünen Kreis- und Fraktionsvorsitzenden Bernd Schumacher.

Im Touristeninformationszentrum Pfälzerwald, das markant an der Ortseinfahrt nach Hauenstein steht und mehr Energie erzeugt als verbraucht und den Überschuss in das Netz einspeißt, erläuterte Bürgermeister  Kölsch die Tourismusstrategie der Verbandsgemeinde. Künftig wolle man sich noch stärker als Natursportregion profilieren. Die Grünen-Politiker unterstrichen die Notwendigkeit eines nachhaltigen Tourismuskonzepts, das die gesamte Region im Blick habe. „Sanfter Tourismus, der organisch wächst, ist eine große Chance für Regionen wie die Südwestpfalz, die in besonderem Maße von der demografischen Entwicklung betroffen sind. Daher ist es unbedingt notwendig, dass man das Kirchturmdenken überwindet, mit den Gemeinden der Region zusammen an einem Strang zieht und ein gemeinsames Konzept entwickelt. Nur dann kann es gelingen und es nutzt am Ende allen“, stellt Rößner fest.

Mit der Verlagerung der Schuhproduktion ins Ausland hat Hauenstein in der Vergangenheit viele Arbeitsplätze verloren. In Tradition des Schuh-Standorts ist vor einigen Jahren die Schuhmeile als größtes Outlet-Schuh-Zentrum in Deutschland angelegt worden. Wanderschuhe und Outdoor-Bedarf sind hinzu gekommen. Rößner, die als eine von drei grünen Bundestagsabgeordneten der GRÜNEN die Südwestpfalz betreut und in Kaiserslautern ein Regionalbüro hat, suchte das Gespräch mit den Einzelhändlern an der Schuhmeile. Dora Marke, Geschäftsführerin von SPORT-Marke, gab sich sehr zufrieden mit den Umsatzentwicklungen. Auch der Mindestlohn wirke sich nicht negativ darauf aus. Ganz im Gegenteil, für Marke seien gute Fachkräfte und eine angemessene Bezahlung unverzichtbar. Die Einzelhändler beschäftige jedoch der anstehende Ausbau der B10. Sperrungen und Umleitungen würden möglicherweise zu Umsatzeinbußen führen. Bürgermeister Kölsch, der Rößner auf der Schuhmeile begleitete, versprach, sich dafür einzusetzen, dass Sperrungen und Umleitungen nicht an den umsatzstärksten Brückenwochenenden stattfinden würden.

Die dritte Station führte nach Dimbach. Dort befindet sich der Buntsandstein Höhenweg. Hier stießen weitere Interessierte zu der Wandergruppe. In diesem Jahr wurde der Premiumwanderweg in einem bundesweiten Wettbewerb zusammen mit 9 weiteren ausgewählt. Er ist damit der schönste in der Pfalz. Manfred Seibel, leidenschaftlicher Wanderer, sieht an einigen Stellen noch Verbesserungsbedarf. „Um die bereits ausgezeichnete Bewertung noch weiter zu erhöhen, müssen wir uns weiter anstrengen“, so Seibel. Bereits die Auswahl für diesen Wettbewerb sei eine hohe Auszeichnung gewesen.

Der Dimbacher Ortsbürgermeister Thomas Funck begrüßte die Wanderer und führte die Gruppe zu besonders schönen Aussichtspunkten. Über den Falkenstein, entlang des Dimberger Massivs, ging es zum Rötzenberg, wo sich ein atemberaubender 300-Grad-Rundblick auf Trifels, Madenburg und Burg Lindelbrunn öffnet. „Der Wanderweg ist ein absolutes Highlight bei meiner Tour. Er ist abwechslungsreich, angenehm zu laufen und für Familien sehr gut geeignet, weil die spektakulären Felstürme gerade auch für Kinder spannend sind“, schwärmt Rößner.

Für die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete, die in den vergangenen zwei Wochen mit Bus, Bahn, Rad und zu Fuß in allen Regionen des Bundeslandes unterwegs war, ist der Besuch in der Verbandsgemeinde Hauenstein sehr wertvoll gewesen. „Sommertouren bieten die Möglichkeit, mit Zeit durchs Land zu reisen, Land und Leute besser kennenzulernen, mit Menschen ins Gespräch zu kommen und die gewonnenen Erkenntnisse mit ins politische Berlin zu nehmen. Ich danke Bernd Schumacher und Manfred Seibel sowie dem Vorsitzende des Gemeindeverbandes, Stefan Kölsch, die sich um das Programm gekümmert haben. Es war von allem etwas dabei“, erklärt Rößner abschließend.

 

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