"081120-A-4676S-160" von Selesnik via flickr, lizensiert unter Attribution 2.0 Generic (CC BY 2.0)

"081120-A-4676S-160" von Selesnik via flickr, lizensiert unter Attribution 2.0 Generic (CC BY 2.0), Nov. 20th, 2008. (U.S. Army photo by Staff Sgt. James Selesnick/Not Reviewed)

„Dschihad gegen JournalistInnen – Wie können wir die Pressefreiheit verteidigen?“ am 16.03.2016

wir laden Sie herzlich zu unserem Fachgespräch: „Dschihad gegen JournalistInnen – Wie können wir die Pressefreiheit verteidigen?“ am 16.03.2016 von 18:30 Uhr bis 20:30 Uhr im Deutschen Bundestag in Berlin ein.

In vielen Ländern gerät die Pressefreiheit immer wieder unter Druck. Dabei hat in den letzten Jahren vor allem die Bedrohung durch terroristische Gruppierungen zugenommen. Der Bericht „Jihad against Journalists“ von Reporter ohne Grenzen zeigt dabei eindrücklich die gravierenden Gefahren, denen JournalistInnen in Kriegs- und Krisengebieten wie Afghanistan oder Syrien ausgesetzt sind. Terroristische Organisationen, allen voran ISIS, nehmen unabhängige JournalistInnen ganz gezielt ins Visier, um sie auszuschalten. Zugleich bauen sie eigene Medienimperien auf und befüttern vor allem die sozialen Netzwerke. Diese Entwicklung bleibt nicht folgenlos: Während ISIS und andere Gruppierungen so ihre Propaganda weiter verbreiten können, wird eine unabhängige und kritische Berichterstattung aus und über die Lage in Krisengebieten zunehmend erschwert.

Im Rahmen unseres Fachgesprächs wollen wir mit Journalistinnen und Journalisten, die selbst in Krisenregionen arbeiten, über die Dynamiken und Arbeitsrealitäten vor Ort sprechen. Wir wollen diskutieren, wie unter diesen schwierigen Bedingungen eine freie Berichterstattung ermöglicht werden kann. Nicht zuletzt geht es auch um die Frage, wie der Schutz der Betroffenen verbessert werden kann und welche Rolle die Politik dabei spielen sollte.

Lotfullah Najafizada, Chefredakteur des afghanischen Nachrichtensenders TOLO News, wird uns über seine Erfahrungen mit den Taliban berichten, die seinen Sender wegen „dschihadfeindlicher Berichterstattung“ zum militärischen Ziel erklärt haben. Zuletzt sind sieben seiner Mitarbeiter bei einem Angriff der Taliban ums Leben gekommen. Die freie Journalistin Francesca Borri berichtet seit 2012 aus Syrien und möchte in unserem Gespräch nicht nur auf die Gefahren für ihre Arbeit aufmerksam machen, sondern wird uns auch von der allgemeinen Lage vor Ort erzählen. Christoph Dreyer von Reporter Ohne Grenzen ist Experte im arabischen Raum und unterstützt JournalistInnen und BloggerInnen aus der Region, die für Pressefreiheit und Menschenrechte kämpfen.

Wir laden Sie herzlich ein, mit uns zu diskutieren.

Für das Fachgespräch ist eine Anmeldung erforderlich, die Möglichkeit hierzu finden Sie hier.

PROGRAMM

17.45

Einlass und Anmeldung

18.00

Imbiss

18.30

Begrüßung

Tabea Rößner MdB
Sprecherin für Medien, Kreativwirtschaft und Digitale Infrastruktur
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

18.40

Paneldiskussion

Lottfullah Najafizada
Chefredakteur TOLO News Afghanistan

Francesca Borri
Freie Journalistin in Syrien

Christoph Dreyer
Reporter Ohne Grenzen

Moderation: Omid Nouripour MdB
Sprecher für Außenpolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

19.45

Diskussion mit Publikumsbeteiligung

20.30

Ende der Veranstaltung

 

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  1. Ursula Zwanzger

    Sehr gutes, wichtiges Vorhaben

    Sehr gutes, wichtiges Vorhaben in Berlin!! Nur für uns Mainzer leider zu weit weg! Habe ich Sie gestern im TV bei der „Elefantenrunde“ im Publikum sitzen sehen (Alte Lokhalle, Mainz, SWR)?
    Es war eine gute, lebendige Diskussion! Mir fehlte Malu Dreyer, aber Herr Lewentz war auch o.k. Evelin Lemke mit ihren 30 Luchsen tat mir etwas leid, aber sie schlug sich insgesamt tapfer!
    Herrn Heinisch habe ich recht gut im Mainzer Rathaus erlebt (zu Transparenzgesetz und Bürgerbeteiligung, was die CDU ABSCHAFFEN will!) LG, Ursula

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