Statement zu Kritik an Terror-Berichterstattung ARD/ZDF

Anlässlich der Kritik an der Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Rahmen der Terroranschläge am Freitag, den 13.11.2015 in Paris, und der Forderung eines öffentlich-rechtlichen Nachrichtenkanals, erklärt Tabea Rößner:

„Die Debatte um einen neuen öffentlich-rechtlichen Nachrichtenkanal angesichts der Berichterstattung zu den Terroranschlägen in Paris am vergangenen Freitag finde ich verfehlt. Der ÖRR ist in der Lage, kurzfristig seine aktuellen Redaktionen zu verstärken, wie das ZDF gezeigt hat. Es geht ja anfangs vor allem darum, Informationen zusammenzutragen und zu bewerten. Selbst ein Nachrichtensender hat nicht augenblicklich eigene Kamerateams vor Ort, die öffentlich-rechtlichen Sender können mit ihren Auslandsstudios aber schnell vor Ort sein und haben zudem die Möglichkeit, auf Bilder über den internationalen Austausch oder aus dem Internet zuzugreifen – dafür braucht es keinen eigenen Nachrichtenkanal. Es ist in erster Linie eine redaktionelle Entscheidung gewesen, die Sendung aus dem Pariser Fußballstadion fortzuführen. Aufgabe einer öffentlich-rechtlichen Nachrichtensendung muss es sein, gut recherchierte Informationen einzuordnen und Hintergründe zu liefern – das braucht Zeit und Ressourcen, die man gerade angesichts eines solchen plötzlichen und umfangreichen Krisenfalles ihnen auch geben sollte.“

 

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