Gutenberg-Buchhandlung ist Teil von Mainz

Die Gutenberg-Buchhandlung soll Ende November schließen. Hierzu erklärt die Mainzer Bundestagsabgeordnete und medienpolitische Sprecherin ihrer Bundestagsfraktion, Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):

„Die Mainzerinnen und Mainzer verbinden eine Menge mit der Gutenberg-Buchhandlung. Viele nutzen die Buchhandlung vor Ort zum Stöbern, kaufen Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenke, und Generationen von Schulbüchern sind über die Ladentheke gewandert. Die Buchhandlung ist eine Institution in Mainz.

Das Ende dieser Institution würde den allgemeinen Trend bestätigen. Buchhandlungen, die von einem Inhaber geführt werden oder ein Familienbetrieb sind, stehen in Konkurrenz mit globalen Playern wie amazon, denen es vor allem um Gewinnmaximierung und weniger um den Nutzen für das Gemeinwesen geht. Diese Konzerne zahlen hierzulande meist keine Steuern, und die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind alles andere als gut. Doch die Verbraucherinnen und Verbraucher haben es auch ein Stück selbst in der Hand, ob Buchhandlungen – oder andere Fachgeschäfte – vor Ort erhalten bleiben. Statt sich im Fachbetrieb zu informieren, um dann im Internet billigst zu bestellen, muss einem klar sein, dass genau damit die Infrastruktur vor Ort kaputt geht. Beratung und Fachkompetenz hat eben seinen Wert.

Die Gutenberg-Buchhandlung hatte sich auch auf den Weg in die digitale Welt gemacht. eBooks und eBook-Reader können ebenfalls dort erworben werden. Sollte die Gutenberg-Buchhandlung tatsächlich schließen, würde auch ein Stück Vielfalt im Mainzer Innenstadtbereich sterben. Ausgerechnet für eine Stadt, die wie keine andere für Buch und Schrift steht, wäre das tragisch. Ich appelliere an alle Beteiligten, nach einer Lösung für den Erhalt der Buchhandlung in der Innenstadt zu suchen.“

 

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