Bahnlärm-Demo Neuwied-MdB Tabea Rößner: Bahn muss schneller leiser werden!

Die Bürgerinitiativen gegen Bahnlärm und Erschütterungen in Neuwied und Bad Hönningen laden regelmäßig zu ihren Dienstags-Demos am Neuwieder Bahnhof Politikerinnen und Politiker als Gastredner ein. Bei der gestrigen Demonstration, an der wieder rund 50 Leute teilnahmen, war die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete, stellvertretendes Mitglied im Verkehrsausschuss und Mitinitiatorin der Parlamentariergruppe gegen Bahnlärm, Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Gastrednerin. Sie erklärt hierzu:

„Ich kann verstehen, dass die Menschen hier in der Region keine Geduld mehr haben. Der Bahnlärm brennt vielen Bürgerinnen und Bürgern unter den Nägeln, weit mehr als die Diskussion über eine überflüssige PKW-Maut. Der Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) muss endlich seinen Worten Tat folgen lassen und einen Gesetzesentwurf vorlegen, der Fahrverbote für laute Güterwagen ab 2020 ermöglicht. Denn es gibt immer mehr Stimmen, die sagen, dass eine schnelle Umrüstung auf leisere Bremssohlen so schnell nicht möglich sei.

Knapp 90 Bundestagsabgeordnete aus allen vier Fraktionen haben sich der Parlamentariergruppe gegen Bahnlärm angeschlossen. Sie unterstützen unsere Forderungen einer Gesamtlärmbetrachtung. Maximalpegel statt Durchschnittswerten müssen bei Lärmschutzmaßnahmen berücksichtigt werden. Wir fordern die Einhaltung der WHO-Grenzwerte zum Gesundheitsschutz, die schnellere Umrüstung auf lärmärmere Bremssohlen innerhalb von drei Jahren, die zügige Implementierung aller verfügbaren Technologien zur Lärmminderung am rollenden Material und an der Schiene.  Aktiver Lärmschutz muss Vorrang haben. Die lärmabhängigen Trassenpreise müssen nach Schweizer Vorbild stärker gespreizt werden, und der Schienenbonus muss auch bei Bestandsstrecken abgeschafft werden. Für uns gilt das Verursacherprinzip. Dies sind die wesentlichen Forderungen, die wir in einem gemeinsamen Eckpunktepapier festgelegt haben.

Es ist wichtig, den Druck weiter aufrecht zu erhalten. Als Bundestagsabgeordnete ist es nicht immer einfach, Themen aus dem Wahlkreis oben auf die Agenda des Bundestages zu setzen. Daher ist die Arbeit und das Engagement vor Ort wichtig und unterstützt unsere Arbeit in Berlin. Ich bedanke mich bei den Aktiven für ihr Engagement und freue mich auf den weiteren Austausch.“

 

 

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