Die DW spricht viele Sprachen – damit die Welt uns versteht!

Die Beschäftigten der Deutschen Welle haben am Montag zu einer Protestveranstaltung in Bonn aufgerufen, die sich gegen die Pläne des Intendanten richten, den Auslandssender in einen englischsprachigen Fernsehkanal umzubauen. Die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete und medienpolitische Sprecherin ihrer Bundestagsfraktion, Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), wird auf der Kundgebung sprechen und erklärt hierzu:

„In der Deutschen Welle rumort es gewaltig. Viele Beschäftigte sind verunsichert, sie fürchten um ihren Arbeitsplatz und gehen deshalb auf die Straße. Grund dafür ist die geplante Neuausrichtung des Auslandssenders. Intendant Peter Limbourg, seit Oktober 2013 im Amt, will die Deutsche Welle unter die Top 3 der Auslandssender führen. Das bedeutet: Der staatsfinanzierte Auslandssender soll in einen englischsprachigen Nachrichtenkanal umgebaut werden.

Die Deutsche Welle hat aber ein Alleinstellungsmerkmal, und dieses will der Intendant leichtfertig aufgeben: die Vielsprachigkeit. Mit ihren 30 Sprachen erreicht die Deutsche Welle Menschen in ihrer Muttersprache und ist damit eine Stimme in vielen unfreien Medienmärkten. Damit leistet sie wichtige demokratiefördernde Arbeit. Gerade in der heutigen Zeit ist dies von unschätzbarem Wert. Daher muss die Vielsprachigkeit des Senders erhalten werden.

Ich unterstütze den Protest der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Welle gegen diese falsche Neuausrichtung. Ich freue mich, wenn sich viele bei der Kundgebung auf dem Bonner Münsterplatz beteiligen.“

Hintergrund

Die Kundgebung findet am Montag, den 23. Februar 2015, ab 12 Uhr statt. Tabea Rößner wird um 15.15 Uhr ihre Rede halten.

 

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