Kultur „for sale“? Die Auswirkungen von TTIP auf Kultur und Medien am 20.1. in Bonn

Die Fairhandlungstour macht Station in Bonn

Das derzeit zwischen der EU und den USA verhandelte Freihandelsabkommen TTIP („Transatlantic Trade and Investment Partnership“) wird breit diskutiert. Dabei geht es um mehr als nur um Zölle oder technische Standards. Umwelt- und Verbraucherschutz, kommunale Dienstleistungen oder das Verständnis von Rechtsstaatlichkeit stehen auf dem Spiel.

Auch in der Kultur – und Medienszene werden Sorgen laut: Hebelt TTIP die Förderung öffentlicher Theater aus? Wird das System der öffentlich-rechtlichen Sender in Frage gestellt? Ist die Buchpreisbindung in Gefahr? Die Intransparenz der TTIP-Verhandlungen macht hier klare Antworten schwer. Umso wichtiger ist eine Diskussion darüber, welche Folgen TTIP auf die Förderung von Kultur und Medien in Deutschland haben wird und ob die Befürchtungen der Kultur- und Medienszene berechtigt sind.

Entsprechend engagiert debattieren KritikerInnen und BefürworterInnen das Freihandelsabkommen. Während sich einzelne Unternehmen und Branchen Wachstumsimpulse erhoffen, befürchten viele Organisationen ein Dumping sozialer und ökologischer Standards. Wir sind überzeugt – nur fairer Handel ist freier Handel. Wir wollen Abkommen, die Unternehmen und Menschen nutzen, die unnötige Bürokratie abbauen, die höchste Standards im Interesse der Menschen zur Regel werden lassen. Aber wir sagen Nein zu Privilegien für Konzerne und Nachteilen für die mittelständische Wirtschaft und zu unvertretbar hohen Risiken für Verbraucher und Umwelt.

Wir laden Sie herzlich ein, mit uns zu diskutieren.

Ort: Fabrik 45 Hochstadenring 45 53119 Bonn

Uhrzeit: 19 Uhr
http://www.gruene-bundestag.de/no_cache/news/termin_ID_2000125/veranstaltung/kultur_for_sale_die_auswirkungen_von_ttip_auf_kultur_und_medien_terminid_849.html

19.00
Willkommen
19.30
Begrüßung: Katja Dörner MdB
stellvertretende Fraktionsvorsitzende
Kurzfilm zum Thema TTIP
Einführung

Katharina Dröge MdB
Sprecherin für Wettbewerbspolitik

Tabea Rößner MdB
Sprecherin für Medienpolitik
20.00
Streitgespräch
Jürgen Burggraf
ARD Verbindungsbüro Brüssel
Marc Grandmontange
Geschäftsführer der Kulturpolitischen Gesellschaft

Prof. Dr. Dieter Haselbach
Soziologe, Autor

Christine M. Merkel
Deutsche UNESCO Kommission e.V., Leiterin Fachbereich Kultur, Memory of the World
Moderation: Ulle Schauws MdB 
Sprecherin für Kulturpolitik
20.45
Diskussion mit Publikumsbeteiligung
21.30
Ende der Diskussion und Ausklang

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