"Wall Street Junkie" via flickr.com/c_pichler, Lizensiert unter CC BY-SA 2.0

Antiziganismus: Medien befördern Vorurteile

"Wall Street Junkie" via flickr.com/c_pichler, Lizensiert unter CC BY-SA 2.0Zur Vorstellung der Studie „Antiziganismus in Deutschland – Strategien und Mechanismen medialer Kommunikation“, in der Landeszentrale für politische Bildung in Rheinland-Pfalz, erklärt die Mainzer Bundestagsabgeordnete und medienpolitische Sprecherin ihrer Bundestagsfraktion, Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):

„Medien leisten einen elementaren Beitrag zur demokratischen Willensbildung. Sie befördern aber auch Vorurteile. Dies belegt die Studie von Markus End, der die Berichterstattung über Sinti und Roma in Deutschland untersucht hat.

In der vergangenen Woche löste zudem die Kampagne zur ARD-Themenwoche Toleranz eine heftige Diskussion in den sozialen Medien aus. Die vermeintlich provokanten Plakate werfen Fragen auf, die die Gesellschaft schon längst beantwortet hat. Die ist nämlich viel weiter, als die Kampagne vermuten lässt.

Das alles zeigt, dass Medien offensichtlich ein Defizit bei der Sensibilisierung solcher Themen haben. Bestimmte Formen der medialen Darstellung tragen zu Ausgrenzung und Stigmatisierung bei. Der Fall des Roma-Mädchens Maria, im vergangenen Jahr, belegt dies auch sehr deutlich. Intern müssen sich die Redaktionen viel stärker darüber Gedanken machen, wie sie gerade mit diesen Themen umgehen wollen.

Darum wird es auch bei der heutigen Veranstaltung in Mainz gehen. Ich bin gespannt, welche Erkenntnisse dieser Abend bringt.“

Hintergrundinformation

Die Ergebnisse der Studie werden heute Abend ab 19.00 Uhr in der Landeszentrale für politische Bildung (Am Kronenberger Hof 6, Mainz) von Markus End persönlich vorgestellt. Veranstalter sind der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, Markus Faller, sowie der Verband Deutscher Sinti und Roma. Die Studie ist außerdem in Kurzfassung im Internet abrufbar: www.sintiundroma.de/fileadmin/dokumente/publikationen/extern/2014KurzfassungStudieMarkusEndAntiziganismus.pdf

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