Jugendkanal: Nur ein Trostpflaster

Der Kompromiss der Ministerpräsidenten ist der allerkleinste gemeinsame Nenner. Wir bedauern, dass eine große Chance vertan wurde. Wenn die Öffentlich-Rechtlichen ihren Auftrag ernst nehmen, müssen sie ihr Angebot verjüngen. Ob dies mit einem reinen Online-Kanal gelingen kann, wird sich noch zeigen. Das Netz ist nur ein Verbreitungsweg, der Jugendkanal bekommt keine idealen Startvoraussetzungen mit auf den Weg.

Jetzt muss die ganze Kraft in ein zukunftsfähiges Online-Angebot gesteckt werden, wollen ARD und ZDF nicht den Anschluss verlieren. Dafür müssen aber noch eine ganze Reihe offener Fragen geklärt werden, etwa in Bezug auf die Lizenzen und die Frage, wie die Sieben-Tage-Regelung umgangen werden soll. Dass die Ministerpräsidenten erste Überlegungen anstellen, Beiträge länger im Netz belassen zu wollen, sehen wir als einen kleinen Hoffnungsschimmer.

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