Lärmpausen: Jetzt geht es um die ganze Region, nicht um Einzelinteressen

Der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir hat heute fünf Modelle für die Umsetzung von Lärmpausen am Frankfurter Flughafen vorgestellt. Die Mainzer Bundestagsabgeordnete und stellv. Mitglied im Verkehrsausschuss des Bundestags, Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), erklärt hierzu:

„Es ist bemerkenswert, dass es an einem Flughafen beides geben soll: Nachtflugverbot und Lärmpausen. Die Umsetzung ist daher auch hoch komplex. Wir GRÜNE wissen aber, dass es zu einer spürbaren Veränderung am Frankfurter Flughafen kommen muss. Und das dringend. Und da steht auch der hessische Wirtschaftsminister in der Pflicht.

Es ist sehr bedauerlich, dass es zwischen fünf und sechs Uhr morgens auf der Nordwestlandebahn nicht zu Lärmpausen kommen wird. Mit der Einweihung dieser Bahn ist die Verlärmung in der Region weit über die Zumutbarkeit gestiegen. Gerade in den Morgenstunden ist der Lärm für viele Menschen unerträglich.

Völlig klar ist aber auch, dass es sich bei dem Modell der Lärmpausen nicht um ein erweitertes Nachtflugverbot handelt. Daher hat die Flugsicherung das letzte Wort.

Ich begrüße, dass der hessische Wirtschaftsminister die Region mit einbezieht. Das kannten wir bisher nicht. Es liegt nun auch an den Kommunen, sich für ein Modell zu entscheiden. Dabei darf es nicht um Einzelinteressen gehen, sondern vor allem darum, welches Modell für die gesamte Region die beste Lösung bringt.“

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