Fukushima mahnt uns

Anlässlich des dritten Jahrestages der Katastrophe von Fukushima, erklärt die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):

„Fukushima hat uns einmal mehr verdeutlicht, was ein so genanntes ‚Restrisiko‘ bei der Atomkraft bedeuten kann. Umso unverantwortlicher ist es, dass die jetzige japanische Regierung wieder auf Atomkraft setzen will. In den vergangenen zwei Jahren gab es in dem Land acht – teilweise sehr starke – Erdbeben.

Aber auch in Europa wird weiterhin auf die hochriskante Atomtechnologie gesetzt. Wir in Rheinland-Pfalz leben in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kernkraftwerk Cattenom. Speziell dieser Meiler ist als Pannenreaktor bekannt. Gerade wir in Rheinland-Pfalz müssen daher ein besonderes Interesse haben, dass sich ganz Europa auf den Weg in eine atomfreie Zukunft begibt. Da ist noch einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten.

Zentral dafür ist aber, ob die Energiewende hier in Deutschland gelingt. Die skeptischen Stimmen werden immer lauter. Am Jahrestag von Fukushima wird uns noch einmal deutlich vor Augen geführt, dass es keine Alternative zur Energiewende gibt. Das ist hoffentlich inzwischen Jedem klar. Gerade an so einem Tag will ich die Verantwortlichen auf kommunaler-, landes- und bundespolitischer Ebene mahnen, diese Gelegenheit nicht zu verspielen. Ganz kontraproduktiv ist es beispielsweise, wenn jetzt über die Ästhetik von Windrädern im Taunus diskutiert wird. Ideologische Verbohrtheit in die eine oder andere Richtung schadet dem Gelingen dieses gewaltigen Projekts.“

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