Planungssicherheit für Energiewende

Zur Zukunft des Gas- und Dampfkraftwerks der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden erklären Milan Sell, umweltpolitischer Sprecher der GRÜNEN Stadtratsfraktion in Mainz und Tabea Rößner, Mainzer Bundestagsabgeordnete:

„Wir freuen uns über den gelungen Abschluss eines neuen Gasliefervertrags für das existierende GuD-Kraftwerk auf der Ingelheimer Aue. Während des Streits um den Bau eines Kohlekraftwerks wurde oft unterstellt, dass ein neuer Gasliefervertrag für das GuD-Kraftwerk zu wirtschaftlichen Konditionen nicht mehr möglich sei. Wir haben dieser Behauptung stets widersprochen und letztlich Recht behalten.“

„Bei der Umsetzung der Energiewende kommen den umwelt- und klimafreundlicheren Gaskraftwerken eine große Bedeutung zu. Diese sind im Gegensatz zu Kohlekraftwerken flexibel regelbar und können so etwaige Schwankungen der regenerativen Energieträger ausgleichen. Darüber hinaus haben Gaskraftwerke einen höheren Wirkungsgrad und einen geringeren CO2-Ausstoß als Kohlekraftwerke.“

„Die Politik der Großen Koalition in Berlin verhindert jedoch eine langfristige Planungssicherheit für das Mainzer Kraftwerk. Der neue Bundeswirtschaftsminister Gabriel (SPD) bremst die Energiewende massiv aus und protegiert die veraltete umweltschädliche Kohleenergie. Obwohl in Mainz wie auch im Rest der Bundesrepublik die Menschen mit großer Mehrheit hinter der Energiewende stehen und den Bau von schmutzigen Kohlekraftwerken ablehnen, legt Gabriel in der Energiepolitik den Rückwärtsgang ein.“

„Wir werden weiterhin für das Gelingen der Energiewende in Mainz kämpfen. Wir hoffen, dass uns die hiesige SPD dabei unterstützt und ihre Parteikollegen in Bundesregierung und Bundestag zur Vernunft bringt. Denn letztlich hängt auch das Schicksal des Mainzer Gaskraftwerk an den Weichenstellungen in Berlin ab.“

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