Rundfunkbeitrag anpassen

Zur Debatte um die eventuellen Mehreinnahmen aus dem Rundfunkbeitrag, erklärt Tabea Rößner, Medienexpertin und Bundestagsabgeordnete von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Es ist doch völlig klar: Wenn sich die von der KEF prognostizierten Mehreinnahmen bei den Rundfunkbeiträgen der öffentlich-rechtlichen Sender bestätigen, muss der Rundfunkbeitrag sinken! Das zweifelt auch niemand an. Denn das neue Beitragsmodell ist mit Absicht auf breitere Schultern gestellt worden. Dass nun mehr als genug Geld in die Kassen kommt, zeigt, dass das Finanzierungsmodell funktioniert und den öffentlich-rechtliche Rundfunk auf eine stabile Grundlage stellt. Eine Anpassung nach unten ist da nur selbstverständlich.

Die öffentlich-rechtlichen Sender sollten die jüngsten Reaktionen allerdings zum Anlass nehmen, an ihrer Transparenz zu arbeiten. Denn Kritik ist berechtigt: Auch hier wurde wieder einmal unter dem Motto  „Verschlusssache“ gemauert und sich lediglich spärlich zur Einnahmesituation geäußert. Das schafft kein Vertrauen. Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf, mehr über ihren Rundfunk zu erfahren. Nicht nur das Beitragsmodell bedurfte einer Reform. Auch bei Verwaltung und Verfahren müssen die Sender nun klare Signale in Richtung Neuorganisation und Transparenz setzen.“

Teile diesen Inhalt:

Artikel kommentieren