Bundesregierung lässt Bildungsträger im Regen stehen

Die massiven nachträglichen Mittelkürzungen durch die Bundesregierung im Bereich der entwicklungspolitischen Bildung u. a. für die Fridtjof-Nansen-Akademie im Weiterbildungszentrum Ingelheim kommentiert die Bundestagsabgeordnete aus Mainz Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Kuratoriumsmitglied bei der Fridthof-Nansen-Akademie:

„Ich bin wütend und enttäuscht, dass die Bundesregierung die Bildungsträger dermaßen im Regen stehen lässt. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) zerstört mit seinem Kahlschlag wichtige Strukturen in der entwicklungspolitischen Bildung. Nach den drastischen Kürzungen der Mittel stehen einige Träger am Rande der Existenzfähigkeit. Ihr Bildungsprogramm mussten sie zusammenstreichen. Das für die Förderung zuständige BMZ zeigt sich jedoch uneinsichtig. Zunächst hatte das Ministerium auf meine schriftliche Frage an die Bundesregierung zugesagt, dass es sich bemühe, zusätzliche Mittel bereitzustellen.

Die weiterführende Korrespondenz mit der Parlamentarischen Staatsekretärin im BMZ, Gudrun Kopp (FDP), offenbarte jedoch, dass es sich nur um eine Beschwichtigungstaktik handelte. Denn von zusätzlichen Mitteln war keine Rede mehr. Mittlerweile ist fast September, das Jahr ist gelaufen und außer Versprechungen ist nichts passiert. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Bundesregierung die entwicklungspolitische Bildung egal ist.“

Hintergrund:
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat dem Dachverband der Fridtjof-Nansen-Akademie im Weiterbildungszentrum Ingelheim für das laufende Jahr 2013 die Mittel um 66 Prozent gekürzt. Dieser Entschluss wurde erst im April 2013 kommuniziert, also nachdem bereits ein Drittel des betroffenen Jahrs verstrichen war. Diese massive nachträgliche Kürzung hat das Weiterbildungsprogramm in Ingelheim deutlich eingeschränkt. Die Bundestagsabgeordnete aus Mainz Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Kuratoriumsmitglied bei der Fridthof-Nansen-Akademie, hatte sich mit schriftlichen Fragen an die Bundesregierung gewandt und in der Folge mit der Parlamentarischen Staatssekretärin Gudrun Kopp (FDP) korrespondiert.

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