MdB Rößner initiiert Unterstützer-Brief an ver.di-Chef Frank Bsirske

Die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) initiiert einen offenen Brief an den ver.di-Vorstandsvorsitzenden und Aufsichtsratsmitglied der Lufthansa AG Frank Bsirkse.

Bsirske hat öffentlich eine Erklärung zum Luftverkehr vertreten, die Gewerkschaften gemeinsam mit der Luftverkehrsbranche erarbeitet haben. In dieser Erklärung vom 11. April 2013 haben sich die Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbände für eine Abschaffung der Luftverkehrssteuer und gegen die Ausweitung von Betriebsbeschränkungen aus Lärmschutzgründen ausgesprochen. Dies hat bei Fluglärmbetroffenen in der Rhein-Main-Region für heftige Kritik gesorgt.

Rößner, selbst ver.di-Mitglied, ruft dazu auf, dass möglichst viele Mitglieder der Gewerkschaft ver.di sowie anderer Gewerkschaften den offenen Brief unterstützen:

„Herr Bsirkse setzt sich einseitig für die Luftverkehrswirtschaft ein und vergisst die lärmbetroffenen ArbeitnehmerInnen. Die Gewerkschaft ver.di sollte jedoch die Interessen ihrer Mitglieder aus allen Sparten und Mitgliedsverbänden vertreten. Allen gemeinsam ist das Bedürfnis nach Schlaf, Ruhe und Gesundheit. Lärm macht ernsthaft krank. Das müssen Gewerkschaften und Arbeitgeber endlich in ihrer Unternehmensstrategie berücksichtigen. Zudem wird der Arbeitsplatzeffekt überschätzt.

Als Gewerkschaftsmitglieder fordern wir daher im Interesse der ArbeitnehmerInnen von unseren Gewerkschaften einen klaren Einsatz für wirksamen Schutz vor Fluglärm durch:

  • die Ausweitung des Nachtflugverbots
  • die Verlagerung von Kurzstrecken auf die Schiene
  • Kostengerechtigkeit zwischen den Verkehrsträgern
  • Durchsetzung lärmarmer Flugverfahren.“

Gewerkschaftsmitglieder, die den Brief unterstützen möchten, können sich im Büro von Tabea Rößner melden.

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