Tabea Rößner: Mit ganzem Herzen GRÜN

Tabea Rößner MdB

Seit ihrer Geburtsstunde vor über 30 Jahren habe ich die GRÜNEN begleitet, wenn auch noch nicht aktiv, dazu war ich nämlich noch zu jung. Bei der Bundestagswahl 1980 habe ich mitgefiebert und den GRÜNEN feste die Daumen gedrückt – damals leider noch vergeblich.

Ich wurde 1966 als viertes Kind von insgesamt sechs Kindern einer Pfarrersfamilie im Münsterland geboren. Ich vermute, dass ich wegen des Aufwachsens in einem solchen Umfeld schon früh ein besonderes Bewusstsein für soziale Themen gehabt habe. Ich hatte drei ältere Schwestern, und ich erinnere mich an viele politische Gespräche an unserem Mittagstisch. Als ich zwölf war, zog unsere Familie von Bielefeld nach Olpe, einer kleinen, eher konservativen Stadt im Sauerland, fast ohne Verbindung zur Außenwelt – außer natürlich einer breit ausgebauten Autobahn. Nur eine Nebenstrecke der Bahn führte dorthin.

In Olpe begann ich, im Dritte-Welt-Laden zu arbeiten, und war in Anti-Apartheid- und Chilegruppen von „amnesty international“ aktiv. Dann kamen die Friedensbewegung – 1981 fuhr ich auf eigene Faust zur ersten großen Demo nach Bonn – und das Interesse für die GRÜNEN.

Mein Studium der Musik- und Filmwissenschaft begann ich 1985 in Köln. 1986 wechselte ich an die Uni in Frankfurt am Main. Das führte mich auch zu den GRÜNEN. Dort gründete ich mit anderen eine grüne Unigruppe und den grünen Jugendstammtisch, aus dem später die Grüne Jugend hervorging. 1996 zog es mich nach Mainz, wo ich schon einige Jahre zuvor das Aufbaustudium Journalismus absolviert hatte und als Fernsehredakteurin arbeitete. Hier kam auch meine zweite Tochter zur Welt.

Von 1998 bis 2006 war ich im Kreisvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN  Mainz, von 2004 bis 2012 vertrat ich grüne Politik im Mainzer Stadtrat. Fünf Jahre lang war ich Landesvorstandssprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Rheinland-Pfalz, seit 2006 bin ich Mitglied im Parteirat. 2003 hatte mich der Bundesvorstand in seine Kinderkommission berufen, die 2005 ein Abschlusspapier vorlegte. Einige Jahre lang war ich Sprecherin der LAG Frauen und Mitglied im Bundesfrauenrat. Außerdem vertrete ich den rheinland-pfälzischen Landesverband im Länderrat und bin im Oktober 2008 in den Vorstand der GARRP gewählt worden.

Im März 2009 kandidierte ich für die rheinland-pfälzische Landesliste für die Bundestagswahl 2009 und wurde auf Platz Drei gewählt. Außerdem war ich Direktkandidatin im Bundestagswahlkreis Mainz. Die Bundestagswahl 2009 war für die rheinland-pfälzischen GRÜNEN ein großer Erfolg: Über 200.000 Menschen wählten uns und mit 9,7 Prozent  erreichten wir unser bisher bestes Ergebnis bei einer Wahl in Rheinland-Pfalz. Zum ersten Mal zogen aus Rheinland-Pfalz drei Abgeordnete in den Bundestag, eine davon bin ich.

In der grünen Bundestagsfraktion bin ich die Sprecherin für Medienpolitik und Demografie, außerdem habe ich einen ständigen Sitz im Ausschuss für Kultur und Medien, bin Obfrau im Unterausschuss Neue Medien sowie stellvertretendes Mitglied im Innenausschuss und im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. In der Enquete-Kommission „Internt und digitale Gesellschaft“ hatte ich einen von zwei grünen Sitzen.

Neben meinem Engagement für die GRÜNEN war ich im Stadtelternbeirat Mainz und anderen Elternvertretungen aktiv sowie Vorsitzende des Kinderhauses Mainz. Zwei Jahre lang war ich im Landesvorstand des Verbands allein erziehender Mütter und Väter (VAMV). Vor einem Jahr gründete sich der Verein „Rheinhessen gegen Rechts„, bei dem ich seitdem im Vorstand mitarbeite. Außerdem bin ich Mitglied im Verein „Mehr Demokratie – Gegen das Vergessen e.V.

Teile diesen Inhalt:

Artikel kommentieren